Leichte Entspannung am südhessischen Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote sinkt in Südhessen im Juni auf 4,8 Prozent. Azubis und Fachkräfte werden weiter dringend gesucht.

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SÜDHESSEN. Auf dem südhessischen Arbeitsmarkt deuten sich erste Anzeichen für eine Entspannung an: Nach dem neuesten Monatsbericht der Agentur für Arbeit sank die Arbeitslosenquote inklusive Groß-Gerau im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 4,8 Prozent. Für die Verantwortlichen der Agentur sind die Folgen der Corona-Krise laut Mitteilung „deutlich sichtbar, werden aber etwas kleiner“.

Ein Indikator hierfür seien die abnehmenden Anzeigenzahlen auf Kurzarbeit, resümiert Geschäftsführerin Birgit Förster. Allerdings gebe es weiterhin Problembranchen, die Schwierigkeiten haben, geeignetes Personal zu finden: So falle es der Gastronomie und Touristikbranche weiterhin schwer, auf stabilen Füßen zu stehen. Daneben bleibe für die kommenden Jahre der Fachkräftebedarf akut, da „der demografische Wandel ein immer größeres Problem darstellt“, so Förster weiter.

In absoluten Zahlen waren im Bezirk der Arbeitsagentur Darmstadt im Juni 20 506 Personen arbeitslos gemeldet, 542 weniger als im Vormonat. Für Groß-Gerau kommen 8685 Personen hinzu. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße (3,7 Prozent), es folgen der Odenwaldkreis (4,4 Prozent) und die Kreise Darmstadt-Dieburg (4,5) und Groß-Gerau (5,6). In Darmstadt betrug die Arbeitslosenquote 5,7 Prozent.

Innerhalb des Agenturbezirks Darmstadt sind aktuell 5322 offene Stellen ausgeschrieben (plus 5,5 Prozent zum Vormonat), auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist leicht gestiegen. Demnach werden knapp 3500 Azubis gesucht. Über die Landingpage „#AusbildungKlarmachen“ sollen daher gezielt Jugendliche auf Ausbildungsberufe aufmerksam gemacht werden.