Gut versichert im Wohnmobil

Bevor es losgeht mit dem Wohnmobil, sollte der Versicherungsschutz überprüft werden. Foto: Fotolia/Andrey Armyagov

In diesem Jahr setzen sich viele lieber ans Steuer eines Wohnmobils, satt in den Ferienflieger zu steigen. Doch einfach so drauflosfahren ist nicht ratsam. Der richtige...

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SÜDHESSEN. In diesem Jahr setzen sich viele lieber ans Steuer eines Wohnmobils, satt in den Ferienflieger zu steigen. Doch einfach so drauflosfahren ist nicht ratsam. Der richtige Versicherungsschutz für eine gute Absicherung auf dem Trip muss dabei sein.

Vorab: Auch im Campingurlaub darf die private Haftpflichtpolice nicht fehlen. Wer anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, der muss unbegrenzt für den Ersatz des Schadens einstehen, die finanziellen Folgen können also gravierend sein. Die private Haftpflichtversicherung kann – für den umgekehrten Fall – auch wie eine Rechtsschutzversicherung helfen, unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Halter von Wohnmobilen gesetzlich verpflichtet, um durch das Reisemobil beziehungsweise dessen Fahrer verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden umfassend abzusichern. Für das Fahrzeug selbst ist eine Teilkaskoversicherung sinnvoll. Sie versichert Brand, Blitzschlag, Explosion oder Sturm und Hagel sowie Überschwemmung, Glasbruch oder Steinschlag. Auch Zusammenstöße mit Haarwild sind abgesichert. Je nach Tarif können auch Schäden nach Kollisionen mit anderen Tieren versichert werden. Eine Vollkaskoversicherung ersetzt darüber hinaus Schäden am eigenen Wohnmobil bei selbst verschuldeten Unfällen oder auch Vandalismusschäden, die durch Fremde verursacht werden.

Für die Ausstattung des Fahrzeugs kann – falls vorhanden – die Hausratversicherung einstehen. Es gibt aber auch spezielle Inhaltsversicherungen für Reisefahrzeuge oder Campingversicherungen. Diese ist aber eher Dauercampern nahezulegen. Sie schützt das Inventar, das Vorzelt und Gegenstände des persönlichen Bedarfs. Auch erstreckt sich der Versicherungsschutz auf Schäden, die dem Halter durch Diebstahl entstehen. Je nach Tarif der Hausratversicherung können neben dem beweglichen Inventar auch die Play-Station des Sohnemanns oder die eigene Angelausrüstungen abgesichert sein.

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Geht die Reise über Deutschlands Grenzen hinaus, so ist eine Auslandsreisekrankenversicherung empfehlenswert. Sie deckt die Kosten ab, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Der Bund der Versicherten macht darauf aufmerksam, dass bei der Auslandsreisekrankenversicherung darauf geachtet werden sollte, dass sie nicht nur den medizinisch notwendigen, sondern auch den medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransport bezahlt.

Die Versicherer machen außerdem darauf aufmerksam, dass eine zügige Schadenregulierung im Urlaub besonders wichtig ist. Ein Kfz-Schutzbrief bietet an dieser Stelle umfassende Leistungen wie Pannenhilfe, Abschleppdienst oder auch einen Krankenrücktransport.

Tipp: Wer die EU nicht verlässt, kann mit dem eigenen Versicherer eine Auslandsdeckung vereinbaren. Dann wird ein etwaiger Schaden so reguliert, als hätte auch ein ausländischer Unfallverursacher bei ihm eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Von Maik Heitmann