Duell der Enttäuschten

In Bedrängnis: Winterbachs Jonas Kunz (links) wird von  Alsenztals Florian Hain gestört.Foto: Dirk Waidner  Foto: Dirk Waidner

Zwei Mannschaften, die man zu diesem Zeitpunkt der Fußball-Bezirksligasaison eigentlich in ganz anderen Gefilden der Tabelle erwartet hätte, sind Landesliga-Absteiger SG...

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REGION. Zwei Mannschaften, die man zu diesem Zeitpunkt der Fußball-Bezirksligasaison eigentlich in ganz anderen Gefilden der Tabelle erwartet hätte, sind Landesliga-Absteiger SG Alsenztal und der Vorjahres-Vizemeister TSV Langenlonsheim/Laubenheim, die bereits am Freitag um 19:30 Uhr direkt aufeinandertreffen. Es ist so etwas wie das „Duell der Enttäuschten“, das zum Rückrundenstart in Alsenz über die Bühne geht. Dass beide Mannschaften derzeit als Rangelfter respektive -zwölfter ein gutes Stück von den angepeilten Tabellensphären entfernt sind und sich vielmehr dem Thema Klassenerhalt widmen müssen, hätten wohl nur die wenigsten erwartet.

In Bedrängnis: Winterbachs Jonas Kunz (links) wird von  Alsenztals Florian Hain gestört.Foto: Dirk Waidner  Foto: Dirk Waidner

Beide Teams mussten sich nach Umbruch erst finden

Das bestätigt auch Langenlonsheims Coach Marco Dörner, der vor allem im personellen Aderlass den Grund für die durchwachsene Saison sieht. „Beide Mannschaften haben im Sommer wichtige Spieler abgeben müssen. Deshalb darf man die Teams auch nicht mit denen aus der Vorsaison vergleichen“, erklärt Dörner, der zudem selbst immer wieder auf wichtige Spieler wegen Verletzungen oder beruflicher Verpflichtungen verzichten muss. Als Beispiele hierfür führt er Abwehrchef Fabrizio Haas, der in dieser Runde schon zum zweiten Mal verletzt passen muss, und Matthias Schier, der erst vier Spiele absolvieren konnte, an. „Das sind dann so Mosaiksteine, die einfach fehlen und die für die aktuelle Platzierung mitverantwortlich sind“, betont der TSV-Coach.

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Erschwerend komme noch hinzu, dass man sich vor der Saison nicht so verstärken konnte, wie man das gerne getan hätte, da man beim TSV nicht bereit sei, den Spielern Geld zu zahlen. „Das macht es dann in den Gesprächen natürlich schwer“, weiß Dörner, der den eingeschlagenen Weg jedoch für den richtigen hält. Die mögliche Folge, ein schmaler Kader, der Ausfälle nur schwer kompensieren kann, müssen die Langenlonsheimer derzeit leidvoll in Kauf nehmen. Aus diesem Grund hat man nun reagiert und versucht, einige Spieler zu reaktivieren. „Bei Stefan Scheel waren wir da erfolgreich. Ihn haben wir von der Couch zurückgeholt“, freut sich Dörner über die Rückkehr des langjährigen Kapitäns. „Das wird ein richtungsweisendes Match und eine enge Kiste“, ist sich der TSV-Coach um die Bedeutung des anstehenden Duells vollauf bewusst. Sein Credo: „Wir wollen uns nicht verstecken, aber wir dürfen auch nicht ins Blaue laufen! Unser Ziel ist es, die drei Punkte mitzunehmen!“