Wilder Ritt: TSG-Futsaler spielen 5:5 beim FC Sankt Pauli

Der Mainzer Marcus Nungesser (rechts) setzt sich gegen Sankt Paulis Doppeltorschützen Ahmad Mohammadi durch. Foto: Philipp Quint

Zum Auftakt der Bundesliga-Relegation mussten die Futsaler der TSG 1846 Mainz nach Hamburg. Und die Partie beim Kiezclub sollte es in sich haben.

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HAMBURG/MAINZ. Zwei Mal geführt, zwei Mal zurückgelegen, am Ende einen Zähler mitgenommen. Als „vollkommen in Ordnung“ stufte Marcus Nungesser, Co-Spielertrainer der Futsaler der TSG 1846 Mainz, das 5:5 zum Auftakt der Bundesliga-Relegation beim FC Sankt Pauli ein. Vor allem die Umstände im Vorfeld der Partie ließen Nungesser zu dieser Einschätzung kommen. „Unsere Vorbereitung war einfach nicht gut. Wir hatten keine gute Trainingswoche, dazu mit vielen Ausfällen wegen Corona, Verletzungen und Arbeit zu kämpfen.“ Dennoch fühle sich das 5:5 „in diesem wilden Spiel irgendwie komisch“ an, „vielleicht weil doch mehr drin war“, so Nungesser.

Gäste starten optimal in die Partie

Die Mainzer waren jedenfalls optimal in die Partie bei den Kiezkickern, Meister der Regionalliga Nord, gestartet. Keine 60 Sekunden waren gespielt, als Ahmad Mohammadi einen Querpass Nungessers zur TSG-Führung ins eigene Tor lenkte. Diese hatte jedoch nur zwei Minuten Bestand, dann glich Ilija Subasic aus (3.), ehe wiederum nur zwei Zeigerumdrehungen später Mohammadi auf der richtigen Seite einlochte und die Braun-Weißen erstmals nach vorne schoss. Emil von Werthern per Zehnmeter (13.) und Philip Leonhard per Abstauber am langen Pfosten (14.) schossen die Mainzer binnen einer Minute in Führung. Doch auch dieses 3:2 hatte nur wenige Sekunden Bestand, weil Subasic in Minute 15 mit seinem zweiten Treffer an diesem Samstag den 3:3-Pausenstand besorgte.

Nach dem Seitenwechsel dann die Sankt Paulianer zunächst am Drücker. Mohammadi (23.) und Idris Atai (26.) schossen die Hausherren erstmals mit zwei Toren in Führung. „Trotzdem wussten wir, dass wir auf keinen Fall verlieren werden“, berichtete Nungesser. Das sollte sich letztlich auch bewahrheiten. Quasi vom Anstoß nach dem 5:3 weg erzielten die Gäste den Anschlusstreffer. Meikel Melament war nach einem Einkick von Martin Rode und einem Schuss von Kapitän Timo Ernst zur Stelle und drückte am langen Pfosten zum 4:5 ein. Rode war schließlich auch am 5:5 beteiligt – und zwar als Torschütze. Nach einem Doppelpass mit Shoma Ishitsuka traf der Routinier zum Endstand (32.).