Vier Mainzer Ruderer gehen beim Weltcup in Linz aufs Wasser

Beim ersten Weltcup des Jahres musste Jason Osborne noch alleine die Fahnen des Mainzer Ruder-Vereins hochhalten. Wenn am Wochenende das zweite Weltcup-Turnier in Linz startet,...

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MAINZ. Beim ersten Weltcup des Jahres musste Jason Osborne noch alleine die Fahnen des Mainzer Ruder-Vereins hochhalten. Wenn am Wochenende das zweite Weltcup-Turnier in Linz startet, ist der Ausnahmeruderer wieder in bester Gesellschaft. Moritz Moos geht nach längerer Abstinenz wieder in einem internationalen Rennen aufs Wasser. Und auch Lea-Katlen Kühne und Hannah Bornschein haben sich auf den Weg nach Österreich gemacht.

Leichter Doppelvierer soll noch Erfahrung sammeln

Ein erfreuliches Teilnehmerfeld also aus Sicht des MRV. Besonders schön ist dabei die Rückkehr von Moos. Der 24-Jährige sitzt als Schlagmann im neugebildeten leichten Doppelvierer des DRV. „Er ist gut drauf“, sagt Landestrainer Robert Sens. Nach erst zwei gemeinsamen Trainingswochenenden in der Konstellation Moos, Joachim Agne (Würzburg), Max Röger (Brandenburg) und Florian Roller (Markgröningen) gehe es zunächst darum, Erfahrung in der neuen Besetzung zu sammeln. „Australien und Italien sind sicherlich gute Maßstäbe“, sagt Sens. Der leichte Doppelvierer soll in Linz und beim dritten Weltcup in Luzern (13. bis 15. Juli) die nötigen Rennmeter sammeln, um zu den Weltmeisterschaften in Plovdiv im September in möglichst guter Verfassung zu sein.

Moos, der im Vorjahr eine freiwillige Pause einlegte und 2018 zunächst mit Problemen zu kämpfen hatte, hat also noch ein paar Monate, um sich im neuen Boot einzugewöhnen. „Der Start in Linz wird ihm gut tun. Natürlich wäre eine Medaille auch super für ihn, aber wir sind da ganz entspannt“, sagt Sens. Entspannt ist er auch bei Jason Osborne, der im leichten Einer in diesem Jahr bisher von Sieg zu Sieg ruderte. „Es wird jetzt aber von Weltcup zu Weltcup komplizierter“, weiß Sens. In Linz warten mit Martino Goretti (Italien) und James Lassche (Neuseeland) zwei echte Hochkaräter. Zudem lief die Vorbereitung diesmal nicht optimal. Osborne stürzte mit dem Fahrrad und plagt sich in den vergangenen Tagen mit leichten Blessuren herum.

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In Österreich gehen auch Lea-Katlen Kühne und Hannah Bornschein aufs Wasser. Zwar erhielt das Duo nicht die Möglichkeit, im Vierer zu starten. Allerdings dürfen sich Kühne/Bornschein in Linz im Zweier ohne präsentieren. „Wir sind in gutem Austausch und dankbar, dass wir diese Möglichkeit haben“, sagt Trainer Marc Krömer. Zudem sei die Gestaltung des Vierers im Hinblick auf die WM weiterhin ein offener Prozess. „Das hat uns der Bundestrainer so bestätigt und wir können die Entscheidungen bislang auch nachvollziehen“, sagt Krömer.

Von Tommy Rhein