Mainzer Moritz Moos gewinnt Gold beim Ruder-Weltcup in Luzern

Moritz Moos (rechts) reckt nach dem Erfolg des deutschen Doppelvierers beim Weltcup in Luzern den Finger in die Luft. Foto: rudern.de/Detlev Seyb  Foto: rudern.de/Detlev Seyb

Die Generalprobe ist geglückt, die nächste Medaille eingefahren (wir berichteten). Beim dritten Weltcup der Ruderer in Luzern stand Moritz Moos, Athlet vom Mainzer...

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LUZERN. Die Generalprobe ist geglückt, die nächste Medaille eingefahren (wir berichteten). Beim dritten Weltcup der Ruderer in Luzern stand Moritz Moos, Athlet vom Mainzer Ruder-Verein, am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Im leichten Doppelvierer siegte er zusammen mit Joachim Agne (Würzburg), Max Röger (Berlin) und Florian Roller (Stuttgart). In 5:55,300 Minuten war das deutsche Boot knapp vor Dänemark (+0,62) und den Niederlanden (+3,08) ins Ziel gekommen.

Moritz Moos (rechts) reckt nach dem Erfolg des deutschen Doppelvierers beim Weltcup in Luzern den Finger in die Luft. Foto: rudern.de/Detlev Seyb  Foto: rudern.de/Detlev Seyb

Nach der Silbermedaille in Linz Ende Juni und nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten war der Erfolg in der Schweiz nun der perfekte Abschluss der Weltcup-Saison. Allerdings sah Landestrainer Robert Sens noch Verbesserungspotenzial. „Sie hatten noch einige technische Probleme. Es gibt schon noch viel zu tun“, erklärt Sens im Anschluss an die Goldmedaille. Doch dass der Doppelvierer mit zur WM fährt, daran besteht kein Zweifel.

Favoriten waren in der Schweiz nicht mit dabei

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Ebenfalls verzerrt wurde das Resultat dadurch, dass mit Italien und Frankreich zwei der Favoriten nicht an den Start gingen. „Das sind natürlich die beiden Hauptgegner, die uns bei der Weltmeisterschaft dann erwarten. Gerade der Abstand zu Italien ist meiner Meinung nach schon noch gewaltig“, sagt Sens, der dennoch mit dem Weltcup-Resultat sehr zufrieden war. Nach den Vorläufen (5:56,560) habe man Gold aber auch als klares Ziel ausgegeben. Im Finale selbst führten die Deutschen das Feld an, lediglich nach 1500 Metern hatten die Dänen die Nase vorne. „Es war schon sehr eng, aber wir haben eine physiologisch gute Mannschaft, die hinten raus sehr gut agiert hat“, zeigten Moritz Moos und Co dann allerdings im Zielsprint ihre Qualitäten. „Es ist immer schwierig, wenn man erst vorne ist, dann überholt wird und hinten raus noch mal kontern muss. Aber grade Moritz ist ein absoluter Sprinter. Am Ende zählt einfach der Wille und da war das Ergebnis für mich jetzt nicht sonderlich überraschend“, ergänzt Sens.

Für die Mainzer Moritz Moos und Jason Osborne, der auf einen Start in Luzern verzichtet hatte, beginnt nun die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die ab 9. September im bulgarischen Plovdiv stattfindet. „Jetzt können wir es kaum erwarten, endlich ins Trainingslager zu fahren und da ein paar gemeinsame Bootskilometer zu bekommen“, blickt Sens voraus. Angefangen mit neun Tagen individuellem Training, geht es dann drei Wochen ins Trainingslager nach Potsdam – dann auch wieder mit Jason Osborne.

Vorbereitung auf der Olympiastrecke von 1972

Nach einer Woche zuhause beginnt dann in München der Feinschliff. „Auf der Olympiastrecke von 1972 werden wir dann auch die richtige Rennvorbereitung machen, in den hohen Geschwindigkeiten und auch die Rennsimulationen werden wir dann durchspielen“, verrät Sens. Danach ein paar Tage zu Hause und „dann geht es auch schon los“. Am 4. September machen sich die Sportler auf den Weg nach Bulgarien.