1. MGC Mainz zieht eine positive DM-Bilanz

Marcel Noack holte bei der DM Silber und Bronze. Außerdem wurde der MGC-Sportwart für die EM nominiert. Foto: Vigneron  Foto: Vigneron

Für Marcel Noack ging es direkt weiter. Kaum war die deutsche Meisterschaft der Minigolfer im Mainzer Hartenbergpark über die Bühne gebracht, machte sich der Spieler und...

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MAINZ. Für Marcel Noack ging es direkt weiter. Kaum war die deutsche Meisterschaft der Minigolfer im Mainzer Hartenbergpark über die Bühne gebracht, machte sich der Spieler und Sportwart des 1. MGC Mainz auf den Weg Richtung Hannover. Dort findet in dieser Woche die deutsche Jugend-Meisterschaft statt, Noack ist mit dem MGC-Nachwuchs vor Ort. Wie praktisch, dass er nach der DM in Mainz noch eine Woche Urlaub hatte. Urlaub hatten beim MGC wohl die meisten nötig nach den intensiven Tagen. „Es war eine Mammutaufgabe für alle“, sagte Noack. Doch für ihn und seine Mitstreiter sei alles gut gelaufen. „Wir konnten alle Wünsche erfüllen“, lachte der Minigolfer.

Bevor es um die Medaillen ging, war auch ein Wunsch der MGC-Organisatoren erfüllt worden. Nämlich der nach Trockenheit. Zwei Tage vor den ersten Trainingseinheiten war im Hartenbergpark knapp oberhalb der Minigolf-Anlage ein Wasserrohr gebrochen. „Das war wirklich ein großer Schreck“, sagte der MGC-Vorsitzende Norbert Kramer. Am Anfang hieß es, dass es bis Montag kein Wasser auf der Anlage geben würde. „Das wäre der Knaller gewesen“, sagte Kramer. Einen Plan B habe es für dieses Szenario nämlich nicht gegeben. Doch das Wasserrohrproblem wurde behoben und der MGC konnte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Medaillen gewinnen. Und natürlich die Gäste aus ganz Deutschland bei Laune halten.

Siebenmal Edelmetall holten die Mainzer Starter, darunter zweimal Gold durch das Damen-Team und Steffi Blendermann. Die Herren verpassten den ersten Platz mit der Mannschaft. Dass sie sich am Ende mit Silber begnügen mussten, konnte Marcel Noack zwar sportlich akzeptieren. „Aber das war auf jeden Fall der Wermutstropfen“, gab er zu.

Dass Lukas Neumann und Noack selbst im Strokeplay Silber und Bronze holten und außerdem – zusammen mit Sebastian Piekorz – am Abschlussabend vom Bundestrainer für die Europameisterschaften im italienischen Predazzo nominiert wurden, stimmte den MGC-Sportwart versöhnlich. Vor allem die Nominierung von Neumann sei sehr überraschend und der guten Leistung bei der DM zu verdanken.

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Nachdem Noack im letzten Wettbewerb am Samstag früh gescheitert war, konnte er auch wieder seine Vereinskollegen bei der Organisation unterstützen.

Für Norbert Kramer ist die Situation beim MGC – für die Noack stellvertretend steht – ein Luxusproblem. „Wenn man sportlich so erfolgreich ist, dann sind viele Vereinsmitglieder bei der DM dabei. Die fehlen dann als Helfer“, erklärte der Vorsitzende die Kehrseite des Erfolgs. Andererseits habe es immer noch genug Engagierte gegeben, so dass das Event reibungslos über die Bühne gegangen sei.

Kein Wunder, denn die Mainzer Minigolfer haben Erfahrung im Organisieren von Veranstaltungen. „Wir machen das im Rhythmus von vier Jahren“, sagte Kramer. In zwei Jahren werden sie beim MGC also überlegen, ob sie sich wieder für eine deutsche Meisterschaft bewerben. „Jetzt müssen wir aber erstmal durchschnaufen“, sagte Kramer.

Hobbysportler freuen sich über freie Anlage

Nicht nur der MGC freut sich nach dem Ende der DM über die neu gewonnene Freizeit. „Das Publikum hat endlich die Minigolf-Anlage wieder“, sagte Norbert Kramer. Nachdem die Bahnen im Hartenbergpark eine Woche gesperrt waren, konnte der Vorsitzende bereits am Sonntag „einen richtigen Run“ beobachten. Vielleicht auch mit dem ein oder anderen Hobbyspieler, der zuvor bei den Profis zugeschaut und sich Inspiration geholt hatte. „Als Minigolfer sind wir vom Zuschauerinteresse ja wirklich nicht verwöhnt“, sagte Kramer. Doch mit der Resonanz bei der DM seien er und seine Vereinskollegen zufrieden gewesen.