Kanu-EM: Team-Silber für Paulina Pirro und Enrico Dietz

Enrico Dietz (Mitte) freut sich über Team-Silber bei der Kanu-EM. Foto: Steffen Dietz

Kreuznacher Nachwuchs-Kanuten fahren aufs Treppchen. Die Entscheidungen bieten große Dramatik, bevor die Sieger feststehen.

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BUDWEIS. Ein Drama kommt selten allein. Bei der Kanuslalom-Europameisterschaft haben Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) und Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) jeweils die Silbermedaille mit dem Team gewonnen.

Enrico Dietz (Mitte) freut sich über Team-Silber bei der Kanu-EM. Foto: Steffen Dietz
Auch Paulina Pirro (Mitte) hat nach Platz zwei im Team Grund zum Strahlen. Foto: Steffen Dietz

Trotz zwölf Strafsekunden fuhr das Trio des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) um Enrico Dietz auf der Strecke in Budweis auf den Silberrang. 12.41 Sekunden hinter den souveränen Slowenen (106.69), aber immer noch vor Italien (10/+16.92). Nervenaufreibend war es für das Team um den 17-jährigen Kreuznacher vor allem, weil die starken Slowaken, Briten und Franzosen erst mit Zieleinfahrt 50er-Strafen aufgebrummt bekamen und somit aus den Medaillenrängen rutschten.

Europameisterin Paulina Pirro kam mit ihrer Mannschaft lange gut durch den Kanal. Doch Schlussfahrerin Lucie Krech hatte im zweiten Abschnitt einen großen Hänger drin, der dem Trio trotz insgesamt nur vier Strafsekunden einiges an Zeit kostete (+7.91). Am Ende waren es auch die Patzer der Konkurrenz, die den Deutschen beim Sieg der Gastgeberinnen aus Tschechien (6/ 128.95) zu Platz zwei verhalfen. Bronze ging an Frankreich (10/ +16.48).

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Joshua Dietz (RKV) kam mit seinen Teamkollegen der U23 nach einer nervösen Fahrt und 14 Strafsekunden nur auf Platz fünf (+18.16). Es siegte Frankreich (2/99.93), vor Spanien (2/+4.32) und Großbritannien (8/+6.05). Im Einzel schafften es alle drei Athleten von der Nahe ins Halbfinale. Joshua Dietz fehlerfrei als Drittschnellster (+5.29), Paulina Pirro bei der U18 als Sechste (+10.15) und Enrico Dietz nach anfänglichen Schwierigkeiten über den zweiten Lauf, wo er Dritter wurde (+2.65). "Ungewöhnlich viele haben es im ersten Lauf nicht geschafft", berichtet Vater Steffen Dietz, bei dem sich die anfängliche Verwunderung über die vielen Torstabberührungen auf der Strecke spätestens nach der Silbermedaille für Enrico Dietz und Paulina Pirro in Luft auflösten.