Aus dem Sattel ran ans Mikro

Gestreckt: Clarissa Bartels  auf Pericless beim eigenen  Turnier in Rehbach.  Foto:

Besser konnte es nicht laufen beim großen Dressur- und Springturnier des Reitervereins „Jäger aus Kurpfalz“. Vorsitzender Peter Kessel war mehr als zufrieden. Allerbestes...

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REHBACH. Besser konnte es nicht laufen beim großen Dressur- und Springturnier des Reitervereins „Jäger aus Kurpfalz“. Vorsitzender Peter Kessel war mehr als zufrieden. Allerbestes Reiterwetter, reibungslose Organisation, eine von Heinz Breitwieser optimal präparierte Anlage und guten Reitsport ohne jeden Zwischenfall. Was will das Reiterherz mehr.

Gestreckt: Clarissa Bartels  auf Pericless beim eigenen  Turnier in Rehbach.  Foto:

832 Nennungen registrierte der gastgebende Verein insgesamt. Und bereits an den ersten beiden Wettkampftagen war festzustellen, dass es nur eine unwesentliche Anzahl von Startverzichten gab. Die Rehbacher Reiterinnen setzten am Freitag und am Samstag bereits erfolgreich Duftmarken.

Cathrin Schneberger etwa gewann auf „Concera“ das Springen der Klasse L und erreichte in einem weiteren L-Springen den dritten Platz. Großartig der Erfolg von Clarissa Bartels auf „Pericless“ in der Stilspringprüfung der Klasse L. Und auch beim Springen der Klasse L blieb sie ohne Abwurf.

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Mit Hannah Rumeney hat der Verein ein weiteres großes Talent in seinen Reihen. Sie siegte auf „Wino Vittel“ in der Dressurprüfung der Klasse E, schaffte einen zweiten Platz in der Dressurreiterprüfung der Klasse A und holte einen feinen vierten Platz in der Dressurprüfung der Klasse A.

Eine Überraschung lieferte auch Luna Schneberger. Auf ihrem Pferd „Calandra“ erritt sie in der Stilspringprüfung Klasse A Platz zwei. Und Nachmittags saß die 16-Jährige auch im Richterturm und machte sehr clever und fachmännisch die Ansage einiger Prüfungen. Auch dieser Sprung vom Reitplatz ans Mikrofon ist ihr bestens gelungen. Das Lob von vielen Seiten wehrte Luna bescheiden ab. „Ich war anfangs ganz schön aufgeregt, aber es hat mir viel Spaß gemacht.“

Tanja Kessel verpasst nur knapp den Sieg

Tanja Kessel und „Christmann“ schafften dritte Plätze in der Springprüfung Klasse A und in der Punktespringprüfung dieser Klasse. Aber bei näherem hinschauen auf die Ergebnisliste verpasste sie den Sieg jeweils nur sehr knapp. Leonie Kessel, Anna Beelitz, Jasmin Hildebrand und Melanie Bohr rundeten die gute Ergebnisliste aus der Sicht des gastgebenden Vereins ab.

Eines der Aushängeschilder des „Jäger aus Kurpfalz“, der junge Leon Lersch-Kessel, schonte sein Paradepferd Captain Jack. Aber auch mit dem Nachwuchspferd „Classic Dream“ zeigte er, was in ihm steckt, bei den Springen der Klasse L. Und im M-Springen auf „Skyline“ hätte es glatt zum Sieg gereicht, wäre ihm nicht ein leichtsinniger und vermeidbarer Fehler passiert. Die Zeit jedenfalls hätte dafür gereicht.

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Ganz nach vorne ritt Annalena Groß auf „Conquerant“, sie startet für den benachbarten RSG Soonwald (Winterburg) und siegte in der Springprüfung Klasse L. Beeindruckend war auch der zweite Platz von Friedrich Müller, dem Vorsitzenden des benachbarten RFZV Ellerbachtal Gebroth, auf „Arcade von Ellerbachtal“, in der Springprüfung der Klasse A. Und in der Stilspringprüfung der Klasse A mit einem Sternchen hatte Melanie Jung vom RFC Bad Kreuznach, auf „Lola Pleasure“ die Nase vorn.

Erfolgreich nach Bernkastel-Kues zurückfahren konnte Isabelle Oster. In der Springpferdeprüfung der Klasse A wie auch in der Klasse L belegte sie auf „Carthago Blue“ jeweils zweite Plätze. Aber im abschließenden M-Springen holte sie sich auf „Wojtila“ den Sieg, mit einem Null-Fehler-Ritt, in der Zeit von 68,14 Sekunden, vor Lena Kreling auf „Capriole“ (RFV Rüsterbaum) und Fabienne Schneider auf „Checker“ (RSG Soonwald). In dieser Prüfung gab es insgesamt sieben fehlerfreie Ritte.