Dorothee Schneider kriegt „Gänsehaut“

Framersheimerin reitet mit Showtime bei der Olympia-Sichtung zur persönlichen Bestleistung im Grand Prix der Dressur.

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KRONBERG. „Es war ein toller Tag, der mich glücklich macht und Gänsehaut hinterlässt.“ So fasste Dorothee Schneider am Freitagabend ihre drei ersten Auftritte beim Schafhofs Dressurfestival in Kronberg zusammen. Dabei strahlte die 52 Jahre alte Dressurreiterin aus Framersheim übers ganze Gesicht. Grund dazu hatte sie genug. Kurz zuvor hatte sie im Grand Prix der Spécial-Reiter mit Showtime 81,522 Prozent und damit eine neue persönliche Bestleistung im Zusammenspiel mit dem 15 Jahre alten Wallach erreicht. Das Paar belegte damit hinter der Rheinbergerin Isabell Werth auf Bella Rose (84,978) und vor der Deutschen Meisterin Jessica von Bredow-Werndl aus Aubenhausen mit Dalera (81,326) den zweiten Platz.

Dieses Trio ist es auch, das nach der finalen Olympiasichtung an diesem Wochenende die besten Aussichten auf eine Nominierung für die Spiele von Tokio hat. „Ich bin happy mit der Runde“, betonte Schneider. Es habe bei den Galoppwechseln diesmal, anders als bei den nationalen Titelkämpfen in Balve, keinen Fehler gegeben; allein zwischen den Pirouetten holperte es etwas. Es mache sich bemerkbar, dass sie und ihr Gefährte nach der verletzungsbedingten Zwangspause der Reiterin vor zwei Monaten immer mehr Routine zurückgewinnen, sagte Schneider.

Die beiden Prüfungen, die sie zuvor absolvierte hatte, konnten sich ebenfalls sehen lassen. Beim ersten Grand Prix des Tages, der für die Kürreiter bestimmt war, kam die Pferdewirtschaftsmeisterin mit dem 13 Jahre alten Faustus und 76,500 Prozent ebenfalls auf den zweiten Platz hinter Werth und Quantaz (80,022). Zuvor hatte sie mit Borghese die Qualifikation zum Bundeschampionat der fünfjährigen Pferde gewonnen. Dabei war die Ausbilderin zwei Tage zuvor nicht mal sicher gewesen, das junge Talent bei diesem Ausflug in den Taunus überhaupt vorzustellen. „Es war das erste Mal, dass er auf einem Turnier gestartet ist“, erklärte sie. Da hätte man nicht ahnen können, dass sich die Nachwuchshoffnung gleich so gut anstellt.