TSV Wackernheim geht als Favorit ins Oberliga-Derby gegen den...

Umkämpfte Partien: Zum Derby kommen traditionell viele Zuschauer in die Halle. Unser Bild zeigt eine Partie aus dem Frühjahr 2016. Das Wackernheimer Doppel Amin Miralmasi (vorne rechts) und Marc Nickel (links) setzte sich damals im fünften Satz gegen die Klein-Winternheimer Paarung Marco Gottwald (hinten rechts) und David Weber durch. Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer

Wer ist die beste Mannschaft Rheinhessens in der Tischtennis-Oberliga? Diese Frage wird am Sonntag (11 Uhr) beantwortet, wenn der RSV Klein-Winternheim den TSV Wackernheim zum...

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RHEINHESSEN. Nüchtern betrachtet scheint die Sache klar: Nach zuletzt zwei klaren Siegen ist Tischtennis-Oberligist TSV Wackernheim im Derby gegen den RSV Klein-Winternheim favorisiert. Doch RSV-Mannschaftsführer Marco Gottwald hat trotzdem Hoffnung, dass der Aufsteiger beim Heimspiel am Sonntag (11 Uhr) punkten kann. Der Wackernheimer Felix Wolf rechnet insgeheim sogar mit einem 50:50-Duell, wie er im AZ-Interview verrät.

Umkämpfte Partien: Zum Derby kommen traditionell viele Zuschauer in die Halle. Unser Bild zeigt eine Partie aus dem Frühjahr 2016. Das Wackernheimer Doppel Amin Miralmasi (vorne rechts) und Marc Nickel (links) setzte sich damals im fünften Satz gegen die Klein-Winternheimer Paarung Marco Gottwald (hinten rechts) und David Weber durch. Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer
Felix Wolf und dem TSV Wackernheim gelangen zuletzt zwei Siege gegen starke Gegner. Archivfoto: hbz/Judith Wallerius
Marco Gottwald und der RSV Klein-Winterheim haben bisher einen Saisonsieg auf dem Konto stehen. Archivfoto: hbz/Stefan Sämmer

Herr Gottwald, Herr Wolf, mit welchem Gefühl gehen Sie ins Derby?

Gottwald: Mit viel Freude! Wir sind heiß drauf. Und wir haben keinen Druck, dass wir unbedingt punkten müssen.

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Wolf: Da wir die letzten zwei Spiele sehr gut absolviert haben, gehen wir auf jeden Fall selbstbewusst in diese Partie.

Wer ist der Favorit?

Gottwald: Wir sind der Außenseiter, der Druck liegt bei Wackernheim. Das sieht man einfach an den Ergebnissen der letzten Wochen, dass Wackernheim klarer Favorit ist.

Wolf: Vielleicht sind wir der Favorit, aber da wir auswärts spielen, würde ich eher von einem 50:50-Duell sprechen.

Aber ein Derby hat doch bestimmt seinen eigenen Gesetze?

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Gottwald: Bei so einem Spiel entscheidet sich schon viel im Kopf. Gerade die Spieler aus dem mittleren und hinteren Paarkreuz haben schon oft gegeneinander gespeilt. Ich habe schon die Hoffnung, dass es eine enge Partie wird.

Wolf: Was die Stimmung betrifft, hat so ein Derby schon eigene Gesetze. Da geht es immer hitzig zu von beiden Seiten. Auf das Spiel an sich wirkt sich das aber nicht so stark aus – wobei der ein oder andere vielleicht schon etwas nervöser ist. Aber wir haben keine Angst!

Hat Klein-Winternheim einen Heimvorteil?

Gottwald: Ja, es ist schon ein Vorteil, in der eigenen Halle zu spielen. Da kennt man die Lichtverhältnisse und die Platten – das hilft.

Wolf: Das sehe ich auch so. Die Bedingungen in Klein-Winternheim sind nicht einfach, vom Licht her ist es schwierig, dort zu spielen. Wenn die Halle voll ist, kann die Stimmung den Klein-Winternheimern deshalb sicher ein bis zwei Pünktchen bringen.

Verfolgen Sie eigentlich, was der Gegner während der Saison so treibt?

Gottwald: Vor so einem Derby guckt man schon mal genauer rein, wie die Gegner so drauf sind. Aber einfach, weil man sich so auf das Spiel freut.

Wolf: Ja, das mache ich auch so. Ich verfolge generell, wie Klein-Winternheim so steht, die sollen ja auch in der Klasse bleiben. Da gibt es andere, die stattdessen absteigen sollen.

Wie würden Sie denn ihr Verhältnis untereinander beschreiben? Ist die Rivalität da groß?

Gottwald: Zu den meisten Wackernheimern ist das Verhältnis sehr gut und freundschaftlich. Wir spielen ja auch manchmal Turniere zusammen. Nur wenn man am Tisch steht, ist die Feindschaft da.

Wolf: Das Verhältnis ist freundschaftlich. Zwischen den Vereinen gab es glaube ich noch nie Streit. Höchstens hitzige Partien, aber das empfinde ich als positiv. Wir können auch mal zusammen essen gehen.

Vervollständigen Sie bitte zum Abschluss folgenden Satz: Wenn wir am Sonntag gewinnen, ...

Gottwald: ...dann gibt es doch eine etwas größere Party, obwohl Sonntag ist. Außerdem bin ich sicher, dass wir dann auch die Klasse halten werden.

Wolf: ...dann haben wir unsere Leistung aus der Vorwoche bestätigt. Und anschließend gehen wir trotzdem mit den Gegnern essen, wenn sie das wollen.

Das Interview führte Julia Sloboda.