Tischtennis: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim trifft auf Busenbach

Braucht Spielpraxis: Ding Yaping, Spitzenspielerin der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, konnte in letzter Zeit nicht viel trainieren.Foto: Petra Steyer  Foto: Petra Steyer

Wenn am Sonntag um 14 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Bingerbrück die TTG Bingen/ Münster-Sarmsheim gegen den TV Busenbach in der Tischtennis-Bundesliga antritt, sind...

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BINGEN/MÜNSTER-SARMSHEIM. Wenn am Sonntag um 14 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Bingerbrück die TTG Bingen/ Münster-Sarmsheim gegen den TV Busenbach in der Tischtennis-Bundesliga antritt, sind die Damen vom Rhein-Nahe-Eck leicht favorisiert. Diese Einschätzung rührt vom bisherigen Verlauf der Saison her. Da steht auf der Habenseite der TTG vor allem der beeindruckende 3:0-Erfolg im Pokal-Qualifikationsturnier über eben jene Busenbacherinnen Ende August. Damals siegte Hana Matelova in vier Sätzen gegen Tanja Krämer, Ding Yaping schlug Jessica Göbel glatt in drei und Marie Migot Leonie Hartbrich in vier.

Auch wenn im Pokal keine Doppel und nicht so viele Einzel wie in der Bundesliga gespielt werden: Der Sieg dürfte ein gutes Omen für die TTG-Damen sein. Während sich bei ihnen in der Aufstellung gegenüber letzter Saison nichts geändert hat, gab es in Busenbach zwei Ab- und zwei Zugänge. Verlassen haben den Verein Jennie Wolf und Katharina Sabo, neu dabei sind Yvonne Kaiser und die 14-jährige Anastasia Bondareva. An Kaiser, damals noch im Trikot des TTV Hövelhof, hat Yuan Wan gute Erinnerungen: Vergangene Saison behielt sie in Hin- und Rückrunde die Oberhand. Beide könnten auch am Sonntag wieder aufeinandertreffen.

Bondareva, die aus Weinheim zum TV kam, ist dagegen noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Es ist ihre Premierensaison in der Bundesliga, und deshalb erwartet Busenbachs Spielertrainerin Jessica Göbel auch noch nicht so viel: „Sie soll lernen.“ Bondareva kam bisher zweimal zum Einsatz: Gegen Berlin und Kolbermoor verlor sie jeweils ihre Einzel. Gegen Böblingen und Anröchte spielte Hartbrich, der bei ihren bisherigen vier Einsätzen allerdings auch nur ein Sieg gelang.

Wer letztlich am Sonntag für Busenbach im hinteren Paarkreuz an die Platte treten darf, das ist, so Göbel, noch offen. Die Tendenz geht aber wohl eher zu Hartbrich. Göbel erwartet eine spannende Partie: „In der Bundesliga hat es immer enge Spiele zwischen beiden Mannschaften gegeben“, sagt sie und rechnet sich insgeheim Chancen auf ein Unentschieden aus: „Ein 5:5 ist im Bereich des Möglichen, wenn wir eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen“.

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Respekt vor Busenbach hat auf Binger Seite Ding Yaping: „Sie haben eine starke Mannschaft. Wenn wir gegen sie gespielt haben, waren das immer enge Partien“, ist sie sich mit Göbel einig. Ding braucht Spielpraxis. Sie hat, wie sie sagt, in letzter Zeit nicht so viel trainieren können. Der Grund: Ihre Trainingspartnerinnen seien auf internationalen Turnieren gewesen. Von daher könne sie ihre momentane Form nicht richtig einschätzen, gibt sich die TTG-Spitzenspielerin betont zurückhaltend vor dem Spiel. Auch wenn sie insgeheim natürlich auf einen Sieg ihrer Mannschaft und damit weitere Punkte auf dem Weg zur Teilnahme an den Play-offs hofft.