Niemeier sucht und findet etwas Positives vom Erstrunden-Aus

Jule Niemeier

Niemeier sucht und findet etwas Positives vom Erstrunden-Aus

Anzeige

Melbourne (dpa) - . Direkt nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open konnte Jule Niemeier noch keine positiven Erkenntnisse ausmachen - aber nach ein paar Fragen in der Medienrunde fiel ihr dann doch eine Sache ein.

„Ich habe zwei Stunden gegen sie gespielt und hatte keine körperlichen Probleme. Ich hätte auch ganz entspannt einen dritten Satz spielen können“, sagte die Wimbledon-Viertelfinalistin nach dem 4:6, 5:7 gegen die Weltranglistenerste Iga Swiatek. „Das ist etwas Positives, dass ich jetzt das Level habe, körperlich mit einer der fittesten Spielerin auf der Tour mithalten kann.“

Und dennoch fehlten in der Rod Laver Arena Kleinigkeiten zum Coup gegen die Polin - genau wie im vergangenen September im Achtelfinale der US Open, als Niemeier der späteren Turniersiegerin auch alles abverlangt hatte. „Jule hat sich teuer verkauft“, sagte auch Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport, „aber heute war wirklich mehr drin. Bei den Knackpunkten hat sie immer ein bisschen zurückgehalten, war mein Eindruck.“

Eine Kritik, die Niemeier selbst nicht unbedingt teilte. „Meiner Meinung nach habe ich nicht viel falsch gemacht, etwas Mentales ist es definitiv nicht gewesen“, sagte sie. „Gegen Topspielerinnen ist es so, dass die in engen Situationen besser spielen und nochmal eine Schippe drauflegen.“

Anzeige

Wie schon in Wimbledon und New York hat Niemeier bei ihrer Grand-Slam-Premiere in Melbourne aber bewiesen, dass sie mit Topspielerinnen mithalten kann. Demnächst will sie diese auch schlagen. „Ich bin nicht hier, um irgendwie ein schönes Match abzuliefern.“