TC Boehringer lässt es krachen

Ingelheimerinnen feiern in der Tennis-Oberliga zwei Kantersiege und liegen weiter auf Kurs Regionalliga.

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ST WENDEL/INGELHEIM. Für den nächsten Paukenschlag hat der TC Boehringer Ingelheim am vorletzten Doppelspieltag in der Tennis-Oberliga der Damen gesorgt. Mit zwei 9:0-Kantersiegen, bei der SG WMA Nordsaar und daheim im Derby gegen den TSC Mainz, unterstrich das Team von Cheftrainer Mark Markov einmal mehr ihre Ambitionen für den Regionalliga-Aufstieg. Das alles entscheidende Match, um am Aufstiegsspiel am 7. August teilnehmen zu dürfen, steigt wahrscheinlich im allerletzten Spiel am Sonntag beim bisher härtesten Konkurrenten TuS Neunkirchen. Um weiter sicher auf Aufstiegskurs zu bleiben, müssen sich die Rotweinstädterinnen allerdings auch schon tags zuvor (10 Uhr) beim TC BW Homburg beweisen.

SG WMA Nordsaar – TC Boehringer Ingelheim 0:9 (1:18 Sätze). – Bereits zur besten Mittagszeit gegen 13.30 Uhr – für ein Medenrundenspiel eher rekordverdächtig – machten die Rheinhessinnen im saarländischen St. Wendel den Sack zu. „Es gab nichts“, wollte Coach Markov keinesfalls überheblich rüberkommen, „was wir hätten in Frage stellen sollen.“ In seine gewohnt stark aufspielende Formation fügte sich auf Anhieb der weitere französische Neuzugang Morgane Pons ein. „Sie ist erfahren, behält die Übersicht und weiß genau, wie zu spielen ist“, lobte Markov die 29-Jährige. Hinzu komme noch ihre unglaubliche Schnelligkeit, betonte er ebenfalls. „Mein Service und die Vorhand sind sehr gut gekommen“, freute sich die sympathische Französin auch darüber. Ohne die Leistung der Ingelheimerinnen schmälern zu wollen: Der Saarlandmeister von 2019 wird wohl erster Kandidat für die Rückstufung auf Verbandsebene sein.

Einzel: Hejtmankova – Pons 1:6, 0:6; Schuler – Markov 0:6, 0:6; Kessler – Kraleva 1:6, 1:6; Lauer – Ahrend 6:7, 1:6; Dörtzbach – Taubert 1:6, 0:6; Heckmann – Acker 1:6, 1:6. – Doppel: Hejtmankova/Dörtzbach – Pons/ Ahrend 3:6, 3:6; Kessler/Lauer – Markov/Taubert 1:6, 6:2, 7:10; Brehm/Heckmann – Kraleva/ Acker 2:6, 1:6.

TC Boehringer Ingelheim – TSC Mainz 9:0 (18:2). – Einmal mehr auf Nummer sicher gingen die Ingelheimerinnen und wählten auch gegen den Derbygast aus der Landeshauptstadt eine starke Formation. Immerhin lief der TSC mit starken Spielerinnen an Position eins und zwei, Livia Kraus und Hannah Müller, auf. Die Markov-Truppe hielt vorne mit den beiden Französinnen Flavie Brugnone (18) und wiederum Pons dagegen. In einem hoch spannenden Duell der Extra-Klasse besiegte Brugnone Kraus 10:7 im Match-Tiebreak. Mit 6:2 und 6:2 ließ Pons gegen Müller keine Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Auch in den weiteren Einzeln dominierten die Gastgeberinnen meist deutlich.

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Kurz vor Beendigung zweier Einzel schlug das angenehme Tennis-Wetter um. Es schüttete plötzlich wie aus Kübeln, sodass die Mannschaften auf die schmucke TCB-Halle mit sechs Plätzen ausweichen musste. „Die Plätze sind aktuell nicht mehr bespielbar“, informierte Vereinsmanager Pascal Häfner – während es ordentlich auf die Hallendächer prasselte. Zuvor hatte er noch gehofft, dass das Unwetter vorbeizieht. Die Gäste leisteten aber erbitterten Widerstand – auch wenn der TCB bereits nach fünf gewonnenen Einzeln als Sieger festgestanden hatte. Höhepunkt für die Zuschauer war das Doppel eins Brugnone/Markov gegen Kraus/Chiara Wiederstein. Im Match-Tiebreak zitterten sich die Gastgeberinnen nach dramatischem, variantenreichem und kampfintensivem Spiel zum 13:11-Satzgewinn. Das gesamte Match war erst nach sechseinhalb Stunden beendet.

Einzel: Brugnone – L. Kraus 6:0, 1:6, 10:5; Pons – Müller 6:2, 6:2; Markov – Wiederstein 6:2, 7:5; Kraleva – Stiller 6:0, 6:2; Ahrend – Poppe 6:2, 6:1; S. Schmidbauer – Böhmer 6:4, 6:2. – Doppel: Brugnone/Markov – Kraus/Wiederstein 6:1, 3:6, 13:11; Pons/S. Schmidbauer – Müller/Poppe 7:5, 6:0; Kraleva/Ahrend – Stiller/Böhmer 6:0, 6:2.