TSG Wehrheim: Saisonstart für 4. Juli geplant

Anette Fröhlich, bei der TSG Wehrheim Vorsitzende der Abteilung Leichtathletik, plant mit ihrem Team mit einem Sportfest am 4. Juli auf dem "Oberloh" den Einstieg in die Saison.  Foto: kie

Die Leichtathletik-Abteilung der TSG Wehrheim nimmt einen Wettkampf in Stabhochsprung und Kugelstoßen auf dem "Oberloh" ins Visier.

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. HOCHTAUNUS (kie). Wenn es um die Ausrichtung von Leichtathletik-Veranstaltungen geht, ist die TSG Wehrheim wohl die erste Adresse im Hochtaunuskreis. Das schmucke "Oberloh-Stadion" sollte in diesem Jahr eigentlich schon dreimal Schauplatz einer großen Veranstaltung für die Läufer, Springer und Werfer sein. Doch die Corona-Krise machte ja nicht nur den engagierten Wehrheimen einen Strich durch die Rechnung.

Mit dem beliebten "Horst-Velte-Sportfest" sollte Ende April traditionell die Freiluftsaison in der Region eingeläutet werden. Für den 21. Mai hatte der Hessische Leichtathletik Verband (HLV) seine Landes-Meisterschaften in den Staffelwettbewerben schon zum zweiten Mal nach Wehrheim vergeben. Am 10. Juni sollte dann der TSG Sprint- und Stabhochsprungabend stattfinden.

Nachdem das hessische Innenministerium am vergangenen Mittwoch den Wettkampfsport unter Berücksichtigung der entsprechenden Hygiene-Vorschriften wieder erlaubt hat, steht man bei der TSG Wehrheim quasi im Startblock.

"Ja, wir sind vorbereitet und haben durch das abgesagte Abend-Meeting ein entsprechendes Konzept in der Schublade. Das haben wir ein wenig modifiziert. Nach Rücksprache mit dem Trainerteam, in der Abteilung und auch dem Gesamtverein spielen wir nun mit dem Gedanken, am 4. Juli ein Sportfest für Stabhochsprung und Kugelstoßen durchzuführen. Das angedachte Diskuswerfen haben wir wieder rausgenommen, da ja im Stadion eine Rasen-Sanierung durchgeführt werden soll", erläutert Abteilungsleiterin-Leiterin Anette Fröhlich die Pläne der Wehrheimer Leichtathleten.

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In Sachen Hygiene-Maßnahmen ist man bei der TSG gut aufgestellt, seit Wochen beim Training bereits in der aktiven Anwendung und hat mit Edgar Gutsche auch einen extra Corona-Beauftragen im Verein. Intern wird noch diskutiert, ob das Sportfest offen ausgeschrieben wird oder als reines Einladungs-Meeting geplant wird. "Wir wollen sehen, wie die Veranstaltung angenommen wird. Ausgeschrieben werden die beiden Disziplinen für Männer und Frauen sowie die beiden Jugendklassen U20 und U18. Eventuell nehmen wir auch noch die jüngere U16 mit, klären das aber noch intern. Unsere Trainer wollen auf jeden Fall sehen, wo ihre Schützlinge aktuell stehen und wie weit die Einschränkungen im Training die Athleten zurückgeworfen haben. Besonders im Stabhochsprung haben wir mit unserer tollen Anlage natürlich ein echtes Plus, zudem wird diese Disziplin ja nicht so oft angeboten. Das wird schon einige Springer auf den Oberloh locken. Trotzdem werden wir bei den Teilnehmerzahlen den Deckel draufmachen. Wenn die Nachfrage zu groß wird, könnten wir ja mit einem weiteren Meeting nachlegen. Für den 4. Juli bin ich auf jeden Fall sehr zuversichtlich", so Fröhlich weiter.

Klar, dass bei einem offiziellen Wettkampf auch zertifizierte Kampfrichter anwesend sein müssen. Sonst können erzielte Leistungen werde für die Bestenliste, noch als eventuelle Qualifikation für hessische oder noch höhere Meisterschaften anerkannt werden.

Laut Regularien sind pro Wettkampfanlage zwei Kampfrichter und eine Verbandsaufsicht vorgeschrieben. Macht also fünf Offizielle sowie rund zehn Helfer. Dies könnte man bei den personell gut aufgestellten Wehrheimen sogar aus den eigenen Reihen stemmen.

Stabhochsprung und Kugelstoßen sind zudem zwei Disziplinen, bei denen automatisch ein etwas größerer Abstand zwischen den Athleten und Offiziellen besteht. Im Gegensatz zu den Läufen sind die Aktiven bei ihren Versuchen immer alleine im Ring oder beim Anlauf. Die Veranstaltung der engagierten Wehrheimer ist somit der Auftakt 2020 der Leichtathletik im Hochtaunuskreis.