Koletzko knapp vorbei am Meetingrekord

Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) verfehlt bei den Männern mit seinen 7,68 Metern um einen Zentimeter den Meeting-Rekord aus dem vergangenen Jahr.  Foto: Jessen

HOCHTAUNUS/HERBORN (kie/jes). Jugend auf dem Vormarsch. Mit dem Schmittener Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) holte ein U18er den Gesamtsieg beim Weitsprung-Meeting "Herborn...

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. HOCHTAUNUS/HERBORN (kie/jes). Jugend auf dem Vormarsch. Mit dem Schmittener Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) holte ein U18er den Gesamtsieg beim Weitsprung-Meeting "Herborn fliegt". Der amtierende deutsche Hallenmeister von Neubrandenburg hatte die Konkurrenz mit starken 7,68 Metern im Griff und lieferte einmal mehr eine tolle Serie mit gleich sechs gültigen Versuchen ab. Zudem wurden alle Sprünge jenseits der 7,37 Meter gemessen. Für die nationalen Titelkämpfe des Nachwuchses in knapp zwei Wochen in Heilbronn ist der Nachwuchsmann aus dem Taunus auch im Freien der haushohe Favorit auf den DM-Titel. Platz zwei in Herborn ging mit 7,60 Metern an Mohamed Amin Alsalmi (LAC Berlin). Der Weitenjäger aus der Bundeshauptstadt lag knapp vor Gianluca Puglisi (Königsteiner LV), der seinen besten Versuch bei 7,58 Metern hatte.

Oliver Koletzko war mit dem Meeting trotz des Windes und des um einen Zentimeter verpassten Meetingrekords sehr zufrieden: "Herborn ist immer ein sehr guter Wettkampf. Hier kann man immer top springen, und die Stimmung ist immer sehr gut."

Im Feld der Frauen lieferten sich einmal mehr Merle Homeier (LG Göttingen) und Maryse Luzolo (Königsteiner LV) einen spannenden Zweikampf. Bei der DM in Braunschweig lag die Hessin als Vizemeisterin noch vor der Springerin aus Niedersachsen. In Herborn drehte Homeier den Spieß um und gefiel mit einer guten Serie. Der beste Versuch wurde bei 6,45 Metern gemessen und bedeutete neuen Meeting-Rekord. Luzolo, die von einem HR-Fernsehteam begleitet wurde, kam auf 6,33 Meter.

Merle Homeier gewann den Wettkampf mit neuem Meetingrekord. Sie verbesserte die alte Marke um gleich 25 Zentimeter. Angesichts des ständig drehenden Windes hatte sie das Gefühl: "Es hätte noch weiter gehen können." So blieb sie zwölf Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. "Für eine Weitspringerin ist das eine ganze Menge", sagte sie.

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Auch Maryse Luzolo hatte angesichts von 6,33 Metern das Gefühl, sich etwas unter Wert verkauft zu haben: "Ich springe meiner Bestleistung von 6,61 Metern hinterher, und ich habe das Gefühl, dass ich es wieder so weit schaffen kann, denn meine letzten drei Sprünge fühlten sich gut an. Ich würde es wirklich gern zeigen." Sie ahnt, woran es liegt: "Ich stelle kleine Fehler in meinen Bewegungsabläufen fest, die nicht sein müssten."