Auftakt gegen die Wundertüte

Mit dem Wiesbadener THC und dem Kreuznacher HC liefern sich die Hockey-Herren des TSV Schott (blaue Trikots) einen Dreikampf in der 2. Regionalliga Süd. Archivfoto: hbz/Timo Schwarz  Foto:

Es geht wieder los: Die Hockey-Herren vom TSV Schott Mainz steigen an diesem Sonntag um 17 Uhr mit einem Heimspiel in den zweiten Teil der Feldsaison ein. Die Hockey-Cracks...

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MAINZ. Es geht wieder los: Die Hockey-Herren vom TSV Schott Mainz steigen an diesem Sonntag um 17 Uhr mit einem Heimspiel in den zweiten Teil der Feldsaison ein. Die Hockey-Cracks gehen als Spitzenreiter der 2. Regionalliga Süd in die Restsaison. Als erster Gegner ist die TSG Vorwärts Frankfurt zu Gast. „Die Vorbereitung lief gut“, resümierte Trainer Tobias Jordan, der erst in der vorangegangenen Hallensaison vom Spieler zum Trainer „aufgestiegen“ ist. Unterstützen wird ihn ab sofort Franz Tiedt, der von nun an als Co-Trainer fungiert. In den letzten Wochen haben die Schottler einige Testspiele bestritten und konnten dabei stets überzeugen und sogar gegen höherklassige Teams gewinnen.

Nun wartet mit der TSG Vorwärts Frankfurt ein unberechenbarer Gegner. In der letzten Feldsaison gab es zwei gänzlich unterschiedliche Ergebnisse gegen die Frankfurter. Auch Trainer Jordan fällt es schwer die Frankfurter einzuschätzen: „Das ist bei denen immer so eine Überraschungstüte. Dazu kommt noch, dass es das erste Spiel nach einer langen Feldpause ist. Das macht es nicht leichter.“

Die Schott-Herren erwarten am Sonntag einen tiefstehenden Gegner mit kompakter Defensive und starkem Torhüter. Trotzdem sind drei Punkte fast schon Pflicht, wie Jordan verrät: „Wir wollen uns eine Menge Chancen erarbeiten, viele Ecken ziehen und am Ende einfach mindestens ein Tor mehr schießen.“

Neben dem Wiesbadener THC und Kreuznacher HC gehören die Mainzer zu den Titelfavoriten auf dem Feld. „Das wird ein Dreikampf“, sagt Jordan. Aktuell befinden sich die Schott-Herren mit elf Punkten in der Pole Position. Knapp dahinter steht mit dem Wiesbadener THC, der zehn Punkte auf dem Konto hat, der größte Konkurrent. Der Kreuznacher HC komplettiert mit acht Punkten das Dreier-Gespann um die Meisterschaft.

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Sollte es mit dem Aufstieg in dieser Saison nicht klappen, wäre das kein Weltuntergang, wie Jordan berichtet: „Klar wollen wir oben mitspielen und würden uns freuen, wenn wir am Ende ganz oben stehen. Wir sind aber vom Team her noch extrem jung und es wäre nicht tragisch, sollten wir noch ein Jahr länger hier in der Liga spielen.“

Im Kader der Schottler gab es ordentlich Bewegung. Insgesamt gab es vier Abgänge zu kompensieren, die teils auch intern aufgefangen wurden. Paul Hüttemann kehrt aufgrund eines Praktikums in seine Heimat Berlin zurück und wird ab sofort für den SC Charlottenburg auflaufen. Torwart Simon Kirchhof wurde für drei Monate an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen, ebenfalls aufgrund eines beruflichen Wechsels. Christian Anders (SG Vorwärts Frankfurt) und Marvin Frey (Kreuznacher HC) wechseln zu direkten Ligakonkurrenten. Mit Anders könnte es bereits an diesem Sonntag zu einem Wiedersehen kommen.

„Abgänge konnten kompensiert werden“

Neu im Team sind Jakob Müller aus Darmstadt und Jan Riemer, der bereits seit längerem mittrainiert und jetzt auch die Spielerlaubnis erhalten hat. Dazu kommen noch die A-Jugendlichen Daniel Roth, sowie Paul Trense, von dem sich Jordan viel erhofft. „Wir konnten die Abgänge spielerisch gut kompensieren und sind qualitativ wieder breit aufgestellt. Jetzt freuen wir uns, dass es wieder losgeht“, so Jordan.