Erster Auftritt der Wundertüte

Fragezeichen vor dem Alzey-Spiel: Kreuznachs Trainer Christian Winkler (hinten rechts) ist gespannt, wie sich sein Team ohne Stammkräfte wie Marcel Hippchen (rotes Trikot) präsentiert.Foto: Dirk Waidner  Foto: Dirk Waidner

Völlig unvoreingenommen geht KHC-Trainer Christian Winkler in die erste Begegnung der Restrückrunde in der 2. Hockey-Regionalliga beim TV Alzey. Für seine Mannschaft ist das...

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BAD KREUZNACH. Völlig unvoreingenommen geht KHC-Trainer Christian Winkler in die erste Begegnung der Restrückrunde in der 2. Hockey-Regionalliga beim TV Alzey. Für seine Mannschaft ist das heutige Gastspiel (18.30 Uhr) der erste Auftritt unter Wettkampfbedingungen und nach dem großen Umbruch, der nach Ende der Hallensaison stattgefunden hat. Ganze sechs Stammkräfte hatten Ende März ihren Rücktritt aus der ersten Mannschaft bekannt gegeben (wir berichteten).

Auf der Suche nach Strukturen und Kontinuität

Ohne Andreas Beißmann, Marcel Hippchen, Florian Mussgay, Frederik und Moritz Jürgensen sowie Torhüter Benjamin Blaschke geht es am frühen Abend nach Alzey, wo ein Gegner wartet, der Christian Winkler ebenso unbekannt ist, wie das derzeitige Leistungsvermögen seiner Truppe. Durch die Feiertage und Osterferien habe man kaum die Gelegenheit dazu gehabt, in voller Stärke zu trainieren.

Das erste Feld-Saisonspiel im neuen Kalenderjahr – eine absolute „Wundertüte“ meint Winkler: „Stand jetzt wissen wir nicht genau, wo wir stehen. Alzey hat in der Hinrunde nicht so viele Punkte geholt, was aber nicht bedeutet, dass sie in der Rückrunde nicht performen. Dazu ist die Liga zu eng beieinander.“ Den Tabellenletzten und die Kreuznacher (3.) trennen in der Liga mit acht Teams gerade einmal vier Punkte, der Abstand zum derzeitigen Primus Schott Mainz ist mit drei Punkten aus Sicht des KHC ebenfalls überschaubar.

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Doch davon ein Platzierungsziel abzugeben, ist Christian Winkler derzeit weit entfernt. „Wir müssen einfach auf uns schauen und die Mannschaft, die sich im Umbruch befindet, schnellstmöglich stabilisieren, was Wettkampfhärte und Automatismen anbelangt“, erklärt der KHC-Coach, was in der Vorbereitung auf der Strecke blieb. „Daher bin ich selbst ein bisschen gespannt“, gibt der 34-Jährige zu. Von einer eingespielten Mannschaft könne bei den KHC-Herren also noch keine Rede sein. „Gerade deshalb ist es wichtig, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken, wenn mal was nicht funktioniert. Stattdessen müssen wir bissig sein und daran arbeiten, dass es von Minute zu Minute besser wird“, spricht Winkler von mentaler Fitness, die seine Spieler erreichen müssten und ist sich dabei bewusst: „Das wird eine große Aufgabe.“ Die Findungsphase der Mannschaft werde noch einige Zeit andauern, weil Woche für Woche stets einige Spieler fehlen werden. In Alzey gilt dies für Fabio Rau und Moritz Töppich. Aus Winklers Sicht jedoch nicht unbedingt ein Nachteil. „In so einer Phase ist es gut, wenn manche Sachen noch nicht festgefahren sind. Die Spieler müssen sich erst finden“, meint Winkler und hofft darauf, dass sein Team in Alzey die ersten Schritte auf diesem beschwerlichen Weg geht.