Maximilian Rausch sieht die SG Bretzenheim vor einer guten...

Fleißiger Ballverteiler: Maximilian Rausch lenkt auf der Mittelposition das Spiel der SG Bretzenheim. Foto: hbz/Kristina Schäfer  Foto: hbz/Kristina Schäfer

Da musste Maximilian Rausch kurz schlucken. Kaum war das Eigengewächs der SG Bretzenheim aus der eigenen Jugend zu den Aktiven aufgestiegen, machte ihn der damalige Trainer...

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BRETZENHEIM. Da musste Maximilian Rausch kurz schlucken. Kaum war das Eigengewächs der SG Bretzenheim aus der eigenen Jugend zu den Aktiven aufgestiegen, machte ihn der damalige Trainer Sebastian Hahn zum Kapitän. Mit 20 Jahren. „Am Anfang war es für mich total ungewohnt, den älteren Spielern zu sagen, was sie machen sollen“, erinnert sich Rausch. „In diese Rolle musste ich erst einmal hineinwachsen.“ Mittlerweile hat sich Maximilian Rausch daran gewöhnt, das Kommando anzugeben. Schließlich trägt der 24-Jährige die Binde nun schon seit einer Weile. Auf der Mittelposition lenkt er das Spiel des Handball-Rheinhessenligisten. „Ich habe schon in der Jugend viel Verantwortung übernommen und gehe gerne voran“, sagt Rausch. Auch, weil die SG Bretzenheim für ihn eine Herzensangelegenheit ist. Der Bretzenheimer Bub spielt schon seit dem Bambini-Alter für seinen Heimatverein. Das verbindet. Auf und neben dem Feld. Zumal sich die SG als Verein durch ihren großen Zusammenhalt auszeichnet. Nicht von ungefähr sind die Zuschauerzahlen bei den Spielen viel größer als bei anderen Klubs. „Unser Vereinsleben ist für mich ein enormer Wohlfühlfaktor“, blickt Rausch auf viele zusätzliche Veranstaltungen außerhalb des Spielbetriebes.

Kein Wunder, dass man das alles nicht einfach so hinter sich lassen kann. Immer mal wieder flattern dem Mittelmann Anfragen von anderen Vereinen auf den Tisch. „Gerade im vergangenen Sommer habe ich mir länger Gedanken gemacht“, sagt der 24-Jährige. Eine neue Herausforderung und eine höhere Liga haben eben ihren Reiz. „Ich habe aber für mich entschieden, dass ich noch nicht so weit bin.“ Für immer will Maximilian Rausch einen Wechsel jedoch nicht ausschließen. „Man sollte niemals nie sagen.“

Am liebsten würde das SG-Eigengewächs seine sportlichen Ziele aber mit seinem Heimatverein erreichen. Aus der umtriebigen Bretzenheimer Jugendarbeit kommen immer wieder vielversprechende Talente hervor. Auch aktuell besteht das Rheinhessenligateam aus vielen jungen Spielern. „Wenn wir das Team zusammenhalten, kann hier in den nächsten Jahren etwas Gutes entstehen“, ist sich Rausch sicher.

Während die Perspektiven also gar nicht so schlecht aussehen, ist die Gegenwart relativ trist. Gerade einmal sechs Punkte haben die Bretzenheimer nach 13 Spieltagen auf dem Konto. Damit liegen sie nur drei Zähler vor dem Vorletzten SG Saulheim II. „Wir sind natürlich überhaupt nicht zufrieden, wie die Saison bisher läuft“, räumt Rausch ein. Das Potenzial des Teams sei viel größer als es die Tabelle im Moment aussage. „Aber wir scheitern oft auch an unserer fehlenden Erfahrung. Das ist der Preis, den man bezahlen muss, wenn man mit so einer jungen Truppe spielt.“ Doch Rausch ist sich sicher, dass sich die SG Bretzenheim noch nach oben arbeiten wird. „Wir brauchen einfach wieder ein Spiel, in dem der Knoten platzt“, hofft der Kapitän auf einen baldigen Aufschwung. Denn als Eigengewächs ist die SG Bretzenheim für ihn mehr als ein normaler Verein.