Die TG Osthofen schlägt in der Handball-Rheinhessenliga...

Als wäre er nie weg gewesen: Der Bretzenheimer Leon Heinz erzielte beim Sieg gegen  Nieder-Olm elf Tore. Foto: hbz/Kristina Schäfer  Foto: hbz/Kristina Schäfer

Oberliga-Absteiger TG Osthofen hat mit seinem Heimsieg über Tabellenführer TuS Kirn den Kampf an der Spitze der Handball-Rheinhessenliga ein Stück weit spannender gemacht....

Anzeige

RHEINHESSEN. Oberliga-Absteiger TG Osthofen hat mit seinem Heimsieg über Tabellenführer TuS Kirn den Kampf an der Spitze der Handball-Rheinhessenliga ein Stück weit spannender gemacht. Der zweite Absteiger, TV Nieder-Olm, wie das Team aus dem Wonnegau nur noch Außenseiter im Rennen um die Meisterschaft, verlor seine Partie bei der SG Bretzenheim. Dadurch haben sich die Mainzer etwas aus der Gefahrenzone absetzen können.

HC Gonsenheim – HSG Worms II 27:22 (13:13). – Beide Mannschaften spielten lange auf Augenhöhe. Die favorisierten Gastgeber, geschwächt durch krankheitsbedingt fehlende Leistungsträger, ließen gegen das Schlusslicht viele freie Bälle liegen und zu allem Überfluss verletzten sich Maurizio Korte und Philipp Bernreiter. „Durch unser Tempo und gut stehende Abwehr haben wir das Spiel gegen konditionell nachlassende Wormser aber immer besser in den Griff bekommen“, resümierte der HCG-Übungsleiter Thomas Schaaf, dessen Nachfolge mittlerweile geklärt ist. Für den Coach, der die Budenheimer Zweite übernimmt, werden Frank Limbacher und Heiko Hemmersbach, die aktuell noch die HCG-Zweite trainieren, übernehmen. Besonders gefielen Schaaf Moritz Witthöft und Fabian Heuckeroth. „Die Gonsenheimer sind eine gute Truppe“, räumte Gäste-Spielertrainer Heiko Breth ein, der bedauerte, dass es seine Mannschaft trotz Führung in der zweiten Halbzeit, nicht habe „gerissen bekommen“. Tore für Gonsenheim: Stadelmeier (1), Bernreiter (1), Heuckeroth (3), Piotrowski (2), Witthöft (12/3), Stamm (1), Werner (1), Platten (4); für Worms: Hartmann (1), Wurm (3), Hoffmann (6/3), Kraft (2), Ströning (5), Breth (4), Hochgesand (1).

SSV Meisenheim – HSG Worms II 29:19 (15:7). – Die Gastgeber sorgten schon früh für klare Verhältnisse. „Wir haben die zweite Welle nicht in den Griff bekommen und schlecht gegen den Kreis gestanden“, klagte Gäste-Trainer Heiko Breth Er freute sich dann über eine zunehmend stabile Deckung, bemängelte aber Schwächen im Angriff. „Die Jungs wollten gewinnen“, fand er keine Kritik an der Einstellung der Seinen. Tore für Meisenheim: Christmann (6), Drumm (3), Maschtowski (1), Eckes (3/2), Gerhardt (1), Brandt (4), Hochstetter (4), Münz (4), Gehres (3); für Worms: Hartmann (7/3), Kraft (1), Hoffmann (1), Ströning (3), Breth (3), Lenz (1), Rödinger (2), Hochgesand (1).

SG Bretzenheim – TV Nieder-Olm 28:25 (13:12). – Vor 120 Zuschauern, begleitet von mächtigem Trommelwirbel des SG-Nachwuchses, lag der Underdog einzig beim 0:1 (2.) im Rückstand, konnte sich immer wieder auf seinen talentierten Torwart Leon Becker verlassen. „Und schön, dass mein Linkshänder wieder dabei war“, freute sich SG-Coach Marcus Quilitzsch über den Auftritt von Leon Heinz. „Wir waren galliger, wollten die beiden Punkte unbedingt“, ergänzte Quilitzsch in seinem Statement. Sein Gegenüber und Freund Markus Herberg bilanzierte: „Uns fehlte die letzte Konsequenz.“ Zudem sah er Probleme auf den beiden Halbpositionen. Tore für Bretzenheim: Zink (4), Kühner (4), Klar (2), L. Heinz (11), Knobloch (3), Besch (1), Rausch (2), Holzfuß (1); für Nieder-Olm: Friese (1), Martinovic (11/4), Stauder (4), Borsch (7), Kuhl (2).

Anzeige

TG Osthofen – TuS Kirn 30:25 (15:11). – „Die Grundlage war unsere super Abwehr“, freute sich TVO-Trainer Leo Vuletic, der sich zusätzlich auf das Gros der über 250 Fans in der Wonnegauhalle stützen konnte. „Wir haben den Gästen durch unsere Aggressivtät den Schneid abgekauft.“ So sei es seinem Team gelungen, Kirn zu Fehlern zu zwingen und einfache Tore zu werfen, betonte Vuletic. „Meine junge Mannschaft kam wohl mit dem Druck im Spitzenspiel nicht zurecht“, vermutete der spielende Gäste-Coach Dejan Dobardzijve. Tore für Osthofen: Hack (6), Gasz (6), Keller (3), Bitsch (1), Hochgesand (4), Eckel (1), Zellmer (3), Popple (3), Scheuer (1), Meitzler (2), für Kirn: Lebershausen (1), Cosic (2), Magro-Arzt (5), Dobardzijev (7/5), Leonhard (1), Sehls (7), Marquis (2).

SF Budenheim II – DJK GW Büdesheim 50:25 (20:8). – „Wir haben in der zweiten Halbzeit hoch konzentriert gespielt und viele freie Bälle aus der Abwehr verwertet“, freute sich SF-Spielertrainer Volker Schuster. „Wir waren aus dem Hinrundenspiel (36:31-Sieg für Budenheim, d. Red.) gewarnt, den Gegner gefährlich rankommen zu lassen“, ergänzte Schuster, der sich nach anstrengendem Coaching seiner Bundesliga-A-Jugend dennoch mit zwölf Toren in Topform präsentierte. Tore für Budenheim: Baum (6/2), Marckart (1), Gruß (5), Bang (3), Weyrich (1), Schuster (12/4), Vollmar (3), Witt (1), Glindemann (4/1), Schmitz (6), Müller (4), McLaurin (4); für Büdesheim: Meurer (4), Luzius (1), Krüger (6), Sünü (1), Bahlo (3/2), Bernd (1), Fechtenkötter (2), Huyer (1), Weißschuh (3), Kaya (3).

HSG Rhein-Nahe Bingen II – SG Saulheim II 29:19 (14:8). – André Sikora-Schermuly, Trainer der Binger, sah seine Mannschaft etwas großzügig mit freien Chancen umgehen. „Sonst hätten wir höher gewinnen können.“ Seine überschaubare Anzahl an Feldspielern sah sich zwei starken, reaktivierten Torhütern der Gäste gegenüber. Und: „Janik Adenau und Strahinja Vucetic waren nach ihrem Einsatz in der ersten Mannschaft ziemlich platt.“ Zudem wirkte Felix Hemmes nach einer Operation erstmals wieder mit. „Aber wir haben es trotzdem ganz gut hinbekommen.“ Tore für Bingen: Adenau (6), Groß (3), Eichholtz (2), Michel (1), Vucetic (1/1), Franz May (2), Friedrich May (8), Brix (6); für Saulheim: Sieben (2), C. Theuer (1), Schiller (5), Schmand (3), Berg (3), Lenz (2), Thörle (1), A. Theuer (2/1).