Dionne Visser verstärkt HSG Bensheim/Auerbach

Erfrischend und energiegeladen: Kreisläuferin Dionne Visser wechselt zur neuen Saison von Zweitligist SG Kirchhof zu Bensheim/Auerbach an die Bergstraße. Foto: Flames Handball

Die Kreisläuferin wechselt vom Zweitligisten SG Kirchhof zum Bergsträßer Bundesligisten und soll am Kreis für eine neue Note im Spiel der HSG sorgen.

Anzeige

BENSHEIM. (eh/ü/red). Frauenhandball-Bundesligist HSG Bensheim/Auerbach vermeldet einen weiteren Neuzugang für die nächste Saison: Dionne Visser kommt im Sommer vom Zweiligisten SG Kirchhof an die Bergstraße. Die 22-jährige Holländerin wird Merel Freriks ersetzen, die zur neuen Runde zu Borussia Dortmund wechselt.

Wie Freriks und Sarah Dekker (18), die die HSG ebenfalls für die Spielzeit 2019/20 verpflichtete, hat die 1,68 Meter große Visser die Papendal-Handball-Akademie des holländischen Verbandes in Arnheim absolviert. Nach Stationen in den Niederlanden (Quintus, Aalsmeer) schloss sie sich 2016 der SG Kirchhof an. Mit dem Club aus Nordhessen gelang ihr 2017 der Aufstieg in die Zweite Liga.

Am Montag weilte Dionne Visser in Bensheim, um den über zwei Jahre laufenden Vertrag zu unterschreiben. In einer Pressemitteilung der HSG wird die frühere holländische Junioren-Nationalspielerin wie folgt zitiert: „Ich werde alles geben, um gemeinsam mit dem Team erfolgreich zu sein.“ Visser zeigte sich nach ihren Besuchen in Bensheim beeindruckt von der Atmosphäre und der Professionalität im Verein, schreibt die HSG. In Kirchhof gilt sie als Publikumsliebling, eine ähnlich intensive Verbindung hofft sie zu den Anhängern in Bensheim aufbauen zu können.

Die Verantwortlichen sind angetan von der Neuverpflichtung. „Dionne hat uns mit ihrer Art sofort begeistert“, so Geschäftsführer Michael Geil. Vissers Einstellung und Wünsche würden sich zu hundert Prozent mit den Anforderungen und Vorstellungen des Vereins decken. Zudem hätten beide Seiten auf dem Gebiet der beruflichen Zukunft der Spielerin schnell Einigkeit erzielen können, heißt es in der Veröffentlichung.

Anzeige

HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm lobt ebenfalls Vissers erfrischende, energiegeladene Ausstrahlung: „Dionne arbeitet sehr hart, ist willensstark und wollte unbedingt zu uns wechseln – Argumente, die uns schnell überzeugt haben.“ Ahlgrimm sieht in ihrer zukünftigen Kreisläuferin einen neuen Spielerinnen-Typ, der ihr andere taktische Möglichkeiten eröffnet: „Dionne ist quirlig, frech und fokussiert. Sie hat einen unbedingten Willen. Wir werden mit ihr anders agieren können und sicher sehr viel Freude an ihr haben.“

Noch kein Erstliga-Sieg gegen Blomberg-Lippe

Am Samstag (17.30 Uhr) steht für Bensheim/Auerbach die Heimpartie gegen die HSG Blomberg-Lippe auf dem Programm. Anders als in den jüngsten Partien gegen die Spitzenteams Buxtehuder SV und Thüringer HC treffen die Bergsträßerinnen in der Weststadthalle nun auf einen Gegner, der in Sachen Abstiegskampf noch nicht raus ist aus dem Gröbsten.

Die sieben Punkte, die Blomberg-Lippe im Klassement derzeit vor der HSG liegt, sind keinesfalls ein Ruhekissen, findet Ahlgrimm: „Das kann ganz schnell gehen und plötzlich ist Blomberg wieder dabei.“ In den bisher sieben Erstliga-Duellen mit Blomberg gingen die Bensheimerinnen allerdings immer leer aus, das Hinspiel verloren sie 32:24.

Mit einem Premieren-Sieg könnte Bensheim/Auerbach jedoch dafür sorgen, dass es im Tabellenkeller der Liga noch etwas enger zugeht. Heike Ahlgrimm: „Unser Ziel ist es, gegen Blomberg-Lippe die zwei Punkte zu holen.“ Das wäre auch wichtig im Hinblick auf das eine Woche später folgende Kellerduell bei der Neckarsulmer Sportunion.