Zwei überflüssige Strafzeiten führen zur Niederlage

Half in der zweiten Mannschaft der HSG Rhein-Nahe aus: Oberliga-Spieler Abdelaziz Helaoui. © Archivfoto: pp/Schmitz

Handballer des HSC Ingelheim verlieren in der Rheinhessenliga beim HC Gonsenheim 28:33.

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GONSENHEIM/BRETZENHEIM. Ohne Punkte im Gepäck mussten die heimischen Handballvertreter in der Rheinhessenliga ihre Heimreisen antreten. Während der HSC Ingelheim beim HC Gonsenheim am Punktgewinn schnupperte, fiel die Niederlage der HSG Rhein-Nahe Bingen II bei Spitzenreiter SG Bretzenheim sehr deutlich aus. Beide lokalen Klubs, benötigen dringend Punkte, um aus der Gefahrenzone rauszukommen. Während die Ingelheimer wie fast alle Konkurrenten erst übernächstes Wochenende wieder ins Spielgeschehen eingreifen, müssen die Binger bereits an diesem Dienstag (20.30 Uhr, Waldsporthalle) bei Titelaspirant SF Budenheim II ran. Dort dürfte es aber schwer werden, Zählbares einzufahren.

HC Gonsenheim – HSC Ingelheim 33:28 (16:15). – Beide Mannschaften lieferten sich bei offenem Schlagabtausch über fast die gesamten 60 Spielminuten eine Partie auf Augenhöhe. „Es war ein tolles Spiel, das sehr kampfbetont war, und beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt“, hielt Markus Bitz, Trainer der Rotweinstädter, zunächst fest. Aber: „In nur vier Minuten, in denen wir undiszipliniert gespielt haben, haben wir den Faden verloren“, bedauerte „Bitzi“. Verärgert war er darüber, dass die Seinen wegen Reklamierens dabei noch Strafminuten aufgebrummt bekommen hatten. „Das waren vier vertane Minuten.“ Schlimmer noch: „Dadurch haben wir das Spiel verschenkt“, sagte der HSC-Coach, der von der Phase kurz nach Wiederbeginn sprach, als die Mainzer vorentscheidend auf 22:17 (39.) wegziehen konnten. „Aber man hat auch gemerkt, dass bei uns drei Leute aus der Verletzung kamen“, schränkte Markus Bitz seine Kritik ein wenig ein.

Tore für Ingelheim: Santaniello (4), Heucher (3), Weitzel (1), Kruse (3), E. Wolf (6/3), Rösch (5), Werner (6).

SG Bretzenheim – HSG Rhein-Nahe Bingen II 33:19 (16:10). – „Die Niederlage fiel zu hoch aus“, befand Martin Reuter, Trainer der Oberligareserve der HSG Rhein-Nahe Bingen. „Denn in der zweiten Halbzeit haben wir einige Chancen liegen lassen.“ Krankheitsbedingt musste er allerdings mit einem um einige Leistungsträger reduzierten Kader auskommen. „So haben uns am Ende die Körner gefehlt“, bedauerte er. Aber seine Mannschaft habe auch vieles gut gemacht, betonte Martin Reuter. Der HSG-Übungsleiter hofft vor allem auf die Phase nach dem Budenheim-Spiel (siehe oben). „Dann haben wir mit Osthofen, Bretzenheim und Budenheim drei dicke Brocken hinter uns.“

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Tore für Bingen: Hemmes (5), Dziunczik (2), Wirtz (2); Reimer (4/1), Primec (1), Helaoui (4), Kaya (1).