HSG trumpft im Topspiel auf

Bingens Johannes Sturm (links) war mit acht Treffern einer der Motoren beim Coup gegen Zweibrücken. © Edgar Daudistel

Binger Oberliga-Handballer bezwingen Drittliga-Absteiger Zweibrücken 31:27.

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BINGEN. Für einen Coup haben die Oberliga-Handballer der HSG Rhein-Nahe zum Auftakt des neuen Jahres gesorgt: Mit 31:27 (14:14 Toren) wiesen sie den aktuellen Tabellendritten SV Zweibrücken in die Schranken. Die Rheinhessen verbleiben zwar auf dem fünften Tabellenplatz, rückten den Westpfälzern aber bis auf einen Zähler auf die Pelle. In einer vor rund 100 Zuschauern hart umkämpften, aber fairen Partie – die Binger Gastgeber kamen ganz ohne Hinausstellungen aus, die Gäste kassierten nur zwei Zwei-Minuten-Strafen – belohnten die ebenfalls engagierten Fans die starken Aktionen auf der Platte immer wieder mit großem Beifall.

„Es war ein verdienter Sieg und ich bin stolz auf meine Mannschaft“, resümierte Bingens Chefcoach Markus Herberg hochzufrieden. „Es war ein sehr gutes und spannendes Spiel“, bestätigte er. „Auch in einem guten Tempo.“ In der ersten Halbzeit war es noch ein Spiel mit wechselnden Führungen: „Da hatten wir ein paar Fehlwürfe von außen und vom Kreis“, hätte sich laut Herberg seine Mannschaft sonst schon früher absetzen können.

Nach Wiederbeginn legten die Blau-Gelben dann ordentlich eine Schippe drauf. Nach dem 17:17 in der 38. Spielminute zogen sie auf 22:17 (43.) weg. Das 28:21 (51.) war bereits die Vorentscheidung. Herberg musste dann allerdings doch noch kurz zittern: Denn die Gäste verkürzten noch 28:25 (57.). Aber bis zur Schlusssirene ließen die Binger nichts mehr anbrennen.

Bei den Wechseln gibt es keinen Bruch

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Mit allen Feldspielern sowie den beiden Torhütern Luka Korbion, der in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten gestanden hatte, und Niklas Weißbrod, der nach dem Seitenwechsel spielte, zeigte sich der Binger Coach hochzufrieden. „Es gab viele gute Aktionen und bei den Wechseln überhaupt keinen Bruch“, war Herberg voll des Lobes. Beispiel gefällig? Als er Kapitän Sebastian Diehl rausnahm, fügte sich Vincent Klug sofort mit zwei Toren in die Mannschaft ein. Sein Team sei auch sehr gut auf den Gegner eingestellt gewesen, nannte er als weiteren Erfolgsfaktor.

Da sah Herberg gerne über eine kleine Schwäche hinweg: „Die Abwehr hatte mit dem Zweibrücker Kreisläufer Sebastian Meister etwas Probleme.“ Aber dann folgte gleich wieder ein Lob: „In der zweiten Halbzeit hatten wir den Rückraum der Gäste besser im Griff.“ Einen Spieler aus der starken geschlossenen Mannschaftsleistung hob Markus Herberg dann doch noch heraus: „Johannes Sturm hat im Angriff 60 Minuten stark durchgespielt.“

HSG Rhein-Nahe Bingen: Korbion, Weißbrod; Dziunczik, Sturm (8), Adenau (2), Lang (6), Woog (n.e.), Walb (6/2), Hochstetter (2), Diehl (2), Klug (3), Schneider (1), J. Michel (1).