Das Zwischenziel winkt

Julius Michel (gelbes Trikot) – hier im Spiel gegen Worms – und die HSG Rhein-Nahe haben gerade einen Lauf. Der darf gegen Vallendar gerne weitergehen. Foto: Edgar Daudistel

Handball-Oberligist HSG Rhein-Nahe Bingen peilt gegen Vallendar den vierten Sieg in Folge an.

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BINGEN. Nach drei Siegen in Serie haben sich die Oberliga-Handballer der HSG Rhein-Nahe Bingen zur aktuell besten Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle gemausert – wenn man einmal einen Schlussstrich zieht unter die besten sechs Mannschaften, die ein positives Punktekonto aufweisen.

An diesem Sonntag (16.30 Uhr, Rundsporthalle) wollen Markus Herberg und seine Jungs mit einem Heimsieg gegen den HV Vallendar ihr Punktekonto ausgleichen und damit den siebten Tabellenplatz festigen. Dann wäre auch das mittelfristige Ziel des HSG-Trainers mit vier Siegen in Folge erreicht. Schon das Hinrundenspiel bei den Rheinländern entschieden die Blau-Gelben für sich.

Markus Herberg betont aber, dass das sonntägliche Vallendar-Spiel alles andere als ein Selbstläufer sei. Denn: „Viele unterschätzen diese Mannschaft, die zuletzt gute Leistungen mit einem sehr schmalen Kader gezeigt hat.“ Auch wenn die jüngsten beiden Partien der Rheinländer gegen die Spitzenklubs TV Homburg und TuS Dansenberg II verloren gingen. „Vallendar macht das mit seinem kleinen Kader gut und improvisiert auch gut“, weiß der HSG-Trainer. Mit Kalani Schmidt verfügten sie über einen Linksaußen, der zuletzt wegen fehlender Spieler im Rückraum auf eben dieser Position gefordert und als Top-Torschütze aufgefallen war. „Auch der quirlige Christian Schröder ist sehr stark“, weiß Herberg. Und von einigen Gegnern wird Vallendar überhaupt als eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Oberligaspielern und jungen, talentierten Nachwuchskräften beschrieben.

„Eine normale Vorbereitung sieht anders aus“, blickt der Binger Übungsleiter derweil auf die Trainingswoche zurück. „Wir hatten nur sieben bis neun Feldspieler in den Übungseinheiten und mussten auf Spieler aus der zweiten Mannschaft, mit denen wir sonst zusammen trainieren, verzichten.“ Der Grund: Die HSG Nahe-Glan, jüngster Gegner der HSG Rhein-Nahe II, hatte einen positiven Spieler im Kader. „Da haben wir dann auf ein gemeinsames Training verzichtet“, erläutert der Saulheimer. Vermissen tut der 40-Jährige seinen talentierten 19-jährigen Louis Woog, der erneut an einem Schienbein-Kanten-Syndrom laboriert. Ihn möchte Herberg lieber noch schonen.

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„Auch wenn wir nicht optimal trainieren konnten, lichten sich die Reihen mit verhinderten Spielern so langsam“, ist Markus Herberg erleichtert. „Am Sonntag sind wir wieder weitgehend komplett.“