Lilien belohnen sich für couragierten Auftritt in Paderborn

aus SV Darmstadt 98

Thema folgen
Patric Pfeifer (re.) bejubelt sein Tor zum 1:0 der Lilien in Paderborn. Foto: Jan Hübner

Patric Pfeiffer erlöst den SV Darmstadt 98 in einer kampfbetonten Partie spät. Luca Pfeiffer verletzt sich am Knöchel, Klaus Gjasula sieht die fünfte Gelbe Karte.

Anzeige

PADERBON. Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat sich am Samstag ein 1:0 (0:0) beim SC Paderborn erkämpft. Lange waren beide Teams vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen – doch dann schlug kurz vor Schluss doch noch Patric Pfeiffer zu. Damit schließen die Lilien die Hinrunde als Zweiter ab – was für eine starke Bilanz.

Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht brachte wie angekündigt Frank Ronstadt als Rechtsverteidiger für Matthias Bader, der seine Gehirnerschütterung aus dem Düsseldorf-Spiel noch nicht gänzlich auskuriert hatte. Braydon Manu, der nach einigen starken Partien zuletzt nicht wirklich überzeugen könnte, fand sich auf der Bank wieder. Für ihn gab Tom Skarke sein Startelfdebüt in dieser Saison, in der er wegen Adduktorenproblemen lange gefehlt hatte. Sein ersten 18 Minuten hatte er erst vor zwei Wochen im Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue bekommen.

Getümmel vor dem Paderborner Tor: Hier klärt SCP-Torhüter Jannik Huth (M.) klärt vor Darmstadts Thomas Isherwood. Foto: dpa/Bernd Thissen
Getümmel vor dem Paderborner Tor: Hier klärt SCP-Torhüter Jannik Huth (M.) klärt vor Darmstadts Thomas Isherwood. (© dpa/Bernd Thissen)
Anzeige

Skarke war einer von vier Offensivspielern, die direkt von Beginn an extrem bissig schon ganz vorne die Zweikämpfe suchten – was die Gastgeber aber nicht groß vor Probleme stellte, Ein zur Ecke abgefälschter Schuss von Mathias Honsak war die erste zumindest ansatzweise gefährliche Aktion (13.), die Paderborner fanden zunächst überhaupt nicht statt.

Dennis Srbeny hatte dann aber die erste gute Gelegenheit für die Gastgeber, er scheiterte am stark reagierenden Lilien-Keeper Marcel Schuhen (26.). Dann hatte Honsak das 1:0 für die Lilien auf dem Fuß: Der Österreicher lief völlig alleine auf SC-Torwart Jannik Huth zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Da war deutlich mehr drin gewesen (36.). Ein Treffer von Phillip Tietz fand kurz darauf keine Anerkennung, weil er beim „Zuspiel“ von Luca Pfeiffer, der mit einem Paderborner Verteidiger eher ein bisschen Pingpong gespielt hatte, im Abseits gestanden hatte (41).

Seydel kommt für verletzten Pfeiffer

Eine Schrecksekunde gab es dann auch noch zu überstehen: Paderborns Julian Justvan donnerte den Ball aus zehn Metern Entfernung jedoch weit über den Kasten (45.). Das war es mit einer ersten Halbzeit, die niemanden wirklich erwärmt hatte. Und in der Darmstadts Gjasula ein hartes Einstiegen Michels im Mittelkreis glücklicherweise ohne Verletzung überstanden hatte – für das es aber nur Gelb gegeben hatte (38.).

Anzeige
Luca Pfeiffer (SV Darmstadt 98) musste in Paderborn zum Anfang der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Foto: Jan Hübner
Luca Pfeiffer (SV Darmstadt 98) musste in Paderborn zum Anfang der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. (© Jan Hübner)

Lieberknecht musste schon vier Minuten nach der Pause Luca Pfeiffer rausnehmen, der nach einem Zweikampf mit Uwe Hünemeier am Knöchel blutete und nicht weitermachen konnte (siehe Infokasten). Für ihn kam Aaron Seydel (49.). Die Partie war intensiv, vor den Toren passierte aber nicht viel. Klaus Gjasula holte sich an alter Wirkungsstätte seine fünfte Gelbe Karte ab (62.) und kann somit in die Winterpause gehen – er fehlt am 19. Dezember in Regensburg.

Die Einzelkritik zur Partie in Paderborn finden Sie hier.

Das Spiel wurde härter, es setzte einige weitere Gelbe Karten. Große Fehler machte keine Mannschaft, aber nach vorne ging bei beiden eben auch nicht viel. Es war eine zähe Angelegenheit, was die mitgereisten Lilien-Fans aber nicht verdross. Diese unterstützten das Team 90 Minuten lang und waren deutlich lauter als die Paderborner.

Emir Karic versuchte es zumindest einmal, aber sein Schuss flog weit übers Tor (79.). Doch dann klingelte es doch noch im Paderborner Tor: Patric Pfeiffer köpfte nach einer Ecke von Fabian Holland passgenau ein (81.). Der Rest war Jubel bei den Lilien-Fans.

Stenogramm:

SC Paderborn 07: Huth – Correia, Hünemeier, van der Werff – Justvan (85. Ofori), Carls, Schuster, Schallenberg, Marcel Mehlem (70. Pröger) – Srbeny (70. Cuni), Michel (78. Yalcin).

SV Darmstadt 98: Schuhen – Ronstadt, P. Pfeiffer, Isherwood, Holland – Skarke (74. Marvin Mehlem), Kempe (74. Karic), Gjasula, Honsak (74. Manu) – Tietz (90. Berko), L. Pfeiffer (49. Seydel).

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim), Tor: 0:1 P. Pfeiffer (81.), Zuschauer: 2924, Gelbe Karten: Michel (4), Marcel Mehlem (2) / Ronstadt (1), Gjasula (5), Kempe (4), Skarke (1).

Mehr Aktuelles zum SV Darmstadt 98 gibt es hier.