Bei Wormatia Worms fügen sich viele Puzzleteile zusammen

So soll es in Diefflen weitergehen: Gegen den FSV Jägersburg durfte sich Jannik Marx (Mitte) durch Aaron Asamoah (re.) und Lennart Grimmer für das Führungstor feiern lassen. Foto: pakalski-press/Dirigo

Endlich Erster. Einige Nackenschläge musste der VfR Wormatia wegstecken. Unglückliche Niederlagen, anhaltende Verletzungssorgen. Und doch geht es als Tabellenführer nach Diefflen.

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WORMS. Pünktlich zum Abschluss der Hinserie stehen die Oberliga-Fußballer von Wormatia Worms dort, wo sie sich am liebsten sehen: an der Tabellenspitze. „Es ist schön zu sehen, dass wir in der Endphase noch mal eine Schippe drauflegen konnten“, sagt Trainer Kristjan Glibo vor dem Gastspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim FV Diefflen.

Beim Blick auf die Tabelle atmet Glibo zufrieden durch: „Das haben sich die Jungs einfach verdient, weil sie die Vorgaben konstant und sehr gut umgesetzt haben.“ Dass die anhaltenden Verletzungssorgen dem Erfolg keinen Abbruch taten, hat für den 39-Jährigen vorrangig damit zu tun, dass die Chemie stimmt. Auch streicht Glibo eine hohe Intensität in den Trainingseinheiten und Spielen heraus. „Alle sind bereit, die Wege zu gehen, und wir spielen uns viele Chancen heraus.“ Als weiteres Puzzlestück nennt er die klare Spielidee: „Alle Jungs wissen, was sie zu tun haben. Da ist es egal, wer reinkommt.“ Und zuletzt bot auch die Chancenauswertung keinerlei Ansatz mehr, sich zu beschweren. „Natürlich heißt das nicht, dass wir immer hoch gewinnen, aber wir haben einfach extrem viel investiert und uns zuletzt immer wieder dafür belohnt.“

Um die erste Zwischenbilanz abzuschließen, relativiert Glibo übrigens auch noch die einzigen beiden Spiele, in den die Wormaten den Platz nicht als Sieger verließen: „Auch gegen Wiesbach und Mechtersheim waren wir drückend überlegen.“ Das soll so bleiben, damit jetzt beim FV Diefflen der achte Sieg im zehnten Spiel gelingt. „Diefflen kommt schon über das Körperliche, aber sie haben auch einfach eine gute Offensive, spielen robust und auch mutig“, erwartet Kristjan Glibo einen unangenehmen Gegner. „Sie haben ein paar erfahrene Spieler drin und eine gewisse Wucht, was die Lufthoheit angeht.“ Mit 18 Punkten aus zehn Spielen und aktuell Rang fünf, stehen die Saarländer auch ordentlich dar.

Bei der Wormatia ist in Sachen Personal wohl wieder Improvisieren angesagt. Martin Röser fällt weiterhin mit Problemen an der Achillessehne aus. Bei Jean-Yves M´voto, Henrique, Noel Eichinger und Adrian Kireski entscheidet sich erst kurzfristig, ob sie mitmischen können. Alle stiegen im Laufe der Woche erst wieder ins Mannschaftstraining ein. Fatih Köksal und Luca Graciotti befinden sich noch im Aufbautraining und sind wohl noch nicht vollends belastbar. Gute Neuigkeiten gab es dagegen von Sandro Löchelt. Der Wormatia-Kapitän feierte beim 6:0 gegen Jägersburg sein Comeback und hat die Belastung laut Trainer auch gut verkraftet: „Da hat sich die gute Behandlung und die Geduld gelohnt.“

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Geduld werde es auch gegen den FV wieder brauchen, um den Platz an der Sonne zu behaupten und den Schwung der vergangenen Wochen weiter mitzunehmen. 13 Spiele sind es noch bis zum Abschluss einer wertbaren Runde. Und die Wormser denken nicht daran, von der Welle des Erfolgs herunterzusteigen.