Auf Wormatia warten ein Spitzenspiel und viele alte Bekannte

Zum Zuschauen verurteilt: Mit einem Muskelfaserriss fällt der Brasilianer Geovane Henrique (links)  bei Wormatia zunächst mal aus. Foto: BilderKartell/Christine Dirigo

Die VfR-Elf scheint auf gutem Weg, der Konkurrenz in der Süd-Staffel der Oberliga vorzeitig zu enteilen. Jetzt kommt der momentan erste Verfolger nach Worms.

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WORMS. Der Tabellenführer erwartet den direkten Verfolger. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Nur eine Woche nach dem erfolgreich gestalteten Derby bei der TSG Pfeddersheim steht genau ein solches jetzt dem VfR Wormatia ins Haus. In der Süd-Staffel der Fußball-Oberliga haben sich für Sonntag, 15 Uhr, die Kicker von Arminia Ludwigshafen in Worms angekündigt.

„Die Tabelle lügt nicht“, schmunzelt Kristjan Glibo, wenn er auf die anstehende Aufgabe schaut. Spitzenspiel? Klar! Wobei der Wormatia-Coach zuviel doch nicht reininterpretieren möchte. Letztlich geht es für seine Mannschaft doch „nur“ darum, auf dem Weg zum erhofften Aufstieg den nächsten Schritt zu gehen – und der Arminia die Rolle des ersten Verfolgers schnell wieder zu nehmen. Zumal: Vielleicht sind die Ludwigshafener ja doch auch „nur“ der „Spitzenreiter“ eines breiten Mittelfelds, in dem das aktuelle Ranking schnell zu einer Momentaufnahme werden kann.

Verhindern möchten genau das auf Seiten der Rheingönheimer gleich eine ganze Reihe an Ex-Wormaten. Allen voran gilt das für Lennart Thum. An der Alzeyer Straße kam der Youngster vergangene Saison nicht so recht zum Zug, wogegen der 19-Jährige jetzt in Ludwigshafen mit bereits fünf Saisontreffern seinen Torhunger entdeckt hat. Nur eine Bude weniger hat der 28-jährige Nico Pantano auf seinem Konto, der ebenso schon mal das Wormatia-Trikot trug und die Arminen jetzt als Kapitän aufs Feld führt. Gleich dahinter kommt mit Kevin Urban der letztjährige VfR-Keeper, auch Rik Himeleers, unter Kristjan Glibo schon bei Sandhausen II, Jamie Tahedl oder der aktuell verletzte Salvatore Saito sind an der Alzeyer Straße noch gut bekannt.

Ein großes Thema ist eine eventuelle Verbundenheit für Glibo indes nicht. Er schaut lieber auf die eigene Mannschaft, deren Selbstvertrauen er in einer bislang nahezu perfekten Saison gerne herausstreicht. Es gilt sein Credo: Nicht auf den Gegner schauen, das eigene Spiel durchziehen. Bei dem Ex-Profi heißt das so: „Wir werden sehen, was der Gegner anbietet. Für uns geht es darum, die nötigen Lösungen zu finden.“

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Mehr ein Thema sind für ihn da die Ausfälle im eigenen Kader, in dem Sandro Loechelt (Muskelbündelriss) und jetzt auch Henrique (Muskelfaserriss) neu auf der Verletztenliste stehen. Auf erste ernsthafte Gehversuche hoffen die Wormaten nächste Woche bei Kazuki Kamikawa, auch Giorgian Veleanu arbeitet eifrig für die Rückkehr.

Weil es dem Kader etwas an der Breite fehlt, mischen längst weitere Youngster mit. Etwa Marco Bresser und Jakob Pollok saßen zuletzt schon mal auf der Bank. „Ich will immer auch sehen, wie weit die Jungs schon sind“, ruft Glibo seine Philosophie in Erinnerung. Zu der gehört es ja, gerne mal einen Youngster aus dem Hut zu zaubern.