SWFV übt sich wegen Spielplangestaltung in Geduld

Waren das Zeiten, als Fußball gespielt (hier mit den Bad Kreuznachern Bertin Gelenbevi, vorne, und Maik Strunk im Pokal gegen Gonsenheim) werden durfte. Wann geht das wieder? Archivfoto: Heidi Sturm

Jürgen Veth sieht wegen der jüngsten Anpassung der Corona-Verordnung keinen Handlungsbedarf. Erst am 25. Januar wird es spannend, avisiert der Vizepräsident des Fußballverbands.

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EDENKOBEN. Kann die Saison im Südwestdeutschen Fußballverband mit Playoffs gespielt werden? Diese Frage beschäftigt Sportler(innen), Zuschauer und Funktionäre – erst recht, nachdem die Politik gerade wieder so einen herben Einschnitt wie das Sportverbot bis Ende Januar beschlossen hat. Nun: „Die jüngste Verlängerung des Lockdowns hat keinen Einfluss auf unsere Strategie“, sagt SWFV-Vizepräsident Jürgen Veth und bestätigt damit zugleich, dass die Saison – Stand jetzt – mit Auf- und Abstiegsrunde gespielt wird.

Entscheidende Nachrichten erst am 25. Januar

Handlungsbedarf für den Verbandsspielausschuss, dessen Vorsitzender der Offenbacher ist, sieht Jürgen Veth erst nach dem 25. Januar. Also nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsident(inn)en der Länder, bei dem über die weitere Ausgestaltung des Lockdowns beschlossen wird. Sei es, dass die Maßnahmen weiter verschärft werden müssen. Oder beibehalten werden. Oder eben gelockert werden, wobei der (Fußball-)Sport hofft, wenigstens grünes Licht fürs Training zu bekommen.

Vorher gebe es überhaupt keinen Grund, über Zukunftsszenarien zu spekulieren. In der Spitze des SWFV handhabe man es so, wie in den vergangenen Monaten: „Nicht ins Blaue entscheiden, sondern darauf warten, was uns die Politik vorgibt. Das ist unsere Philosophie. Mit der sind wir seither gut gefahren“, reflektiert der erste Stellvertreter von Verbandspräsident Hans-Dieter Drewitz.

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Ab Februar müsste der Fußball erlaubt sein

Aktuell ist also weiterhin der Beschluss, wonach die unterbrochene Spielzeit möglichst mit dem letzten Februar-Wochenende fortgesetzt werden soll. Vorausgesetzt, dass die Corona-Pandemie dies zulässt und vorher ausreichend Zeit zum Training war. Grundsätzlich müsste der Sportbetrieb also mit Beginn des Februars wieder möglich sein, um den jüngsten Beschluss des Präsidiums in die Tat umzusetzen. Die nächste Weichenstellung nimmt das Präsidium in seiner Ende Januar geplanten Sitzung vor. Es wird sich dabei auf die Vorlage stützen, die der Verbandsspielausschuss vorher erarbeitete. Spannend wird diese Sitzung dann, wenn die Politik übern Januar hinaus ein Sportverbot verhängt. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass man sich von den Playoff-Serien verabschiedet und die Saison wenigstens mit Abschluss der Hauptrunde zu retten versucht.

Welche Variante am Ende die wahrscheinlichste ist, wollte Jürgen Veth nicht kommentieren. Die Pandemie sei mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden, sagt er. Klar sei, dass die Infektionszahlen deutlich fallen müssten, damit Mannschaftssport wieder erlaubt wird. Weil aber niemand vorhersehen könne, wie sich der neue Lockdown oder auch das Impfen in den nächsten Tagen und Wochen auf das Infektionsgeschehen auswirke, gleichen Vorhersagen einem Stochern im Nebel.