Nach 1:1 gegen Pirmasens ist nur der Schott-Trainer zufrieden

Jost Mairose (rechts) glänzte als Retter in höchster Not und Chancenvorbereiter. Foto: hbz/Jörg Henkel

Der TSV Schott Mainz war nah dran am ersten Heimsieg in diesem Kalenderjahr. Ein Spieler feierte beim 1:1 gegen FK Pirmasens sein Tor-Debüt in der Fußball-Regionalliga.

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MAINZ. Der Gesichtsausdruck der Spieler und die Analyse ihres Trainers nach dem Abpfiff waren schwer auf einen Nenner zu bringen. Während die Regionalliga-Fußballer des TSV Schott Mainz den Eindruck erweckten, verloren zu haben, ließ Sascha Meeths Einschätzung eher einen Sieg erahnen. „Ich bin richtig zufrieden“, hob der 46-Jährige an, „von Anfang an war Struktur drin, wir waren immer bemüht Fußball zu spielen.“ Und so lag die Wahrheit in der Mitte. 1:1 (1:1) trennte sich der Vorletzte von Keller-Konkurrent FK Pirmasens.

Die Entwicklung stimmt im Teams, die Ausbeute nicht

Ein Resultat, und das war das Frustrierende, mit dem die Mainzer nicht vom Fleck kommen. Fünf Heimspiele gab es dieses Jahr schon, mit Potenzial zumindest für drei Siege, doch unter dem Strich stehen drei Zähler. Meeth, selbst ernannter Entwicklungstrainer und Pädagoge von Beruf, erkennt an, wie sehr seine Mannen sich an den Plan halten, wie sie sauber von hinten heraus aufbauen, den Ball laufen lassen, wie sie Aggressivität und Wehrhaftigkeit einbringen. Alles das passte gegen den, wie der A-Lizenz-Inhaber unterstreicht, defensivstärksten unter den Abstiegskandidaten, gegen „einen sehr eklig zu spielenden Gegner“. Eklig war auch der Spielverlauf. Die Mainzer starteten mit dem Willen, dem Spiel spielerisch den Stempel aufzudrücken. Und produzierten Fehler. Fehlpass Silas Schwarz, Dennis Chessa steht eins-gegen-eins vor Tim Hansen, der Keeper bereinigt (5.). Jost Mairose grätscht in höchster Not Dennis Krobs Chance weg (8.). Chessa schießt nach einem Einwurf unbedrängt aus 16 Metern zum 0:1 ein (15.). Ein Fehlstart, der die Mainzer aber nur vorübergehend aus dem Rhythmus brachte. Mairose und Konstantin Fring kurbelten auf den Achterpositionen energisch an, Tim Müller war vom Zentrum aus, wie Meeth betont, immer um Ordnung bemüht.

Dass Mairose Frings Piken-Schuss aus fünf Metern auflegte, passte (29.). Dass Raphael Assibey-Mensah mit weiter Flanke nach abgewehrter Ecke das 1:1 vorbereitete und der laut Meeth „unersetzbare“ Jonas Raltschitsch entschlossen vollstreckte, ebenfalls (42.). Fast zehn Jahre nach seinem Regionalliga-Debüt war es die Tor-Premiere des Abwehrchefs in der vierthöchsten Spielklasse.

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„Die erste Halbzeit war richtig gut“, sagt Meeth, „aber wir haben in jedem Spiel ein, zwei Zweikämpfe in der Box, die wir verlieren und womit wir uns das Ergebnis kaputt machen. Gefehlt hat die große Anzahl klarer Torchancen, was gegen diesen Gegner aber normal ist.“ Was auch fehlte, war der Punch vorne. Janek Ripplinger, der nach Schwarz-Flanke und Freistoß nicht richtig rankam, Nils Lihsek und Raltschitsch mit gefährlichen Schussversuchen – das Führungstor war drin. Ebenso allerdings für den FKP, der durch Tom Schmitt per Heber (69.) und Alu-Volley (83.) sowie durch Krobs Kopfball (80.) auch zum Dreier hätte kommen können.

TSV Schott Mainz: Hansen – Schwarz (81. Hanner-Lopez), Raltschitsch, Hermann, Schlosser – Fring (88. Demirbas), Müller, Mairose – Lihsek, Ripplinger, Assibey-Mensah (70. Kern).