Marienborn-Trainer Cakici genervt von Rüssinger Spielern

TuS-Trainer Ali Cakici. Archivfoto: Dennis Ritz

Sauer war Trainer Ali Cakici nach dem 1:2 des Verbandsligisten TuS Marienborn gegen TuS Rüssingen. Allerdings weniger wegen der Niederlage als viel mehr wegen des...

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RÜSSINGEN. Rüssingen. „Lauter Neymars“ hat Ali Cakici auf dem Platz gesehen. Seine TuS Marienborn hat im Duell der Aufstiegsaspiranten in der Fußball-Verbandsliga bei der TuS Rüssingen 1:2 (0:1) verloren. Nicht, wie der Trainer sagt, wegen der großen Spielkunst der Pfälzer Brasilianer, sondern aufgrund eines für die Mainzer nervtötenden Übermaßes an Theatralik.

Nach chancenarmem Beginn spielten sich die Platzherren einmal durch eine Marienborner Abwehrlücke durch, Bocar Baro traf (28.). Für den Spielfluss war das tödlich. „Sie haben direkt mit dem Zeitspiel angefangen, sind dauernd liegen geblieben, haben es nicht geschafft sich 20 Zentimeter über die Seitenlinie zu rollen“, ärgert sich Cakici. Neun Minuten Nachspielzeit waren in Durchgang zwei die Folge. In der Schlussphase sahen die Rüssinger fünfmal Gelb und einmal wegen Meckerns Rot.

Chancen für Zählbares gab es genug. Lirion Aliu setzte einen Volley aus zentraler Position am Tor vorbei (55.) und ließ damit die beste einer Reihe verheißungsvoller Einschussgelegenheiten aus. „Wir haben 45 Minuten gerackert und sind gerannt ohne Ende, haben Druck gemacht“, sagt Cakici, dessen Team allerdings auch in einen Konter lief (Benedito Augusto Dju/83.). Alexander Rimoldis Treffer nach einem Abpraller (90.+7) kam zu spät.

„Wir hatten jede Menge Standards, die aber oft zu kurz oder direkt auf den Torwart kamen“, sagt Cakici, „die Brasilianer haben jeden Ball weggehauen und den Spielfluss völlig kaputt gemacht. Sie haben in einer Tour am Boden gelegen. Wenn du zu dicht an denen vorbei gehst, fallen sie hin. So etwas kann man nicht billigen.“ Am nächsten Sonntag gegen Spitzenreiter Zeiskam „müssen wir nun zeigen, wo wir hinwollen“, sagt der TuS-Trainer.

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TuS Marienborn: Reinländer – Hofmann (36. Harden), Beck, Moser, Rimoldi – Freisler (78. Abdulrahman), Melament – Letz (71. Breier), Hoti, Ritz – Aliu.