Landesliga: Diesmal fehlt Finthen nur wenig gegen Bretzenheim

Der Bretzenheimer Kadir Aygurlu verwandelt einen Freistoß zum 1:0 gegen Finthen. Foto: hbz/Jörg Henkel

Einen komplett anderen Auftritt als beim 0:10 in der Hinrunde legt Landesligist Fontana Finthen gegen TSG Bretzenheim hin. Der VfB Bodenheim hadert hingegen mit dem Schiedsrichter.

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MAINZ/BODENHEIM. Nein, dieses 0:10 wollten sie nicht auf sich sitzen lassen. Zwar ging auch das Rückrunden-Duell der Fußball-Landesliga für Fontana Finthen gegen die TSG Bretzenheim verloren, das 1:2 (1:1) hätte aber auch ebenso gut anders ausgehen können. „Ein Punkt wäre wie drei für den Kopf gewesen“, sagt Fontana-Trainer Tim Klotz, „und es wäre verdient gewesen.“

Die Finther spiegelten das System der durch ihre Corona-Fälle ersatzgeschwächten 46er, und das zeigte Wirkung. „Sie haben die Räume im Zentrum geschickt eng gemacht, wir haben gebraucht, um die Wege über außen zu finden“, sagt TSG-Trainer Timo Schmidt. Da erschien es logisch, dass Kadir Aygurlu per Freistoß traf (21.). Danach scheiterte Aygurlu per Elfmeter an Fontana-Keeper David Ellwad, was Dominik Siegfried alsbald mit dem Ausgleich bestrafte (35.). „Ein wunderbar herausgespieltes Tor, wenige Stationen, so, wie wir das wollen“, freut sich Klotz.

Nach dem Seitenwechsel war es ein verteiltes Spiel mit Chancen hüben wir drüben. Die TSG kam dem Torerfolg zunächst durch Lukas Helbachs 25-Meter-Pfostenknaller am nächsten, Keeper Tim Heberer musste auf der Gegenseite mehrmals rettend eingreifen. „Beide Mannschaften haben in einem fairen, intensiven Spiel guten, mutigen Fußball gespielt“, sagt Klotz, „wir waren vielleicht einen Prozentpunkt gefährlicher.“ Aber die TSG hat den wieder genesenen Knipser Jonas Gangl, der den Ball in akuter Bedrängnis am Keeper vorbei spitzelte (71.). „Reingeganglt“, strahlt Schmidt ob dieses echten Torjäger-Tores, „wir haben für unsere drei Punkte ganz schön ackern müssen.“ Mit der Fontana aus dem Hinrunden-Duell habe der Gegner nichts mehr zu tun gehabt.

Wormatia Worms II – VfB Bodenheim 2:1 (1:0). – Dennis Bingenheimer kann verlieren, ohne Zweifel, auch wenn er es selten muss. Diese Niederlage beim Spitzenreiter aber brachte den VfB-Trainer auf die Palme. „Wir haben so eine Schiri-Leistung nicht verdient“, hadert „Bingo“ mit der Szene in der Schlussminute, als Leon Porsch in den Strafraum eindringt und gelegt wird. „Jeder sieht, dass das Elfmeter ist, die ganze Wormatia-Bank gibt das zu.“ Doch der Pfiff blieb aus, und beim Disput mit dem Unparteiischen handelte sich Dominik Lang die Ampelkarte ein. „Was da an Worten vom Schiedsrichter zu unseren Spielern fällt, ist unter aller Sau“, ärgert sich Bingenheimer, „wir fühlen uns veralbert.“

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Sportlich sah der VfB-Coach ein Unentschieden-Spiel, das Reda Chkifa (30., 86.) entschied. Florian Deick glich nach einem Standard aus (49.), Tom Krebs hielt Mirco Müllers Elfmeter (12.). „Es war intensiv, ging hoch und runter, beide Mannschaften hatten ihre Phasen“, sagt Bingenheimer.

RWO Alzey – Fortuna Mombach 3:0 (0:0). – Was wäre wohl passiert, wenn Benjamin Nefatti in der Anfangsphase das Netz und nicht den Querbalken getroffen hätte? Eine hypothetische Frage, danach war jedenfalls rund eine Stunde lang ziemlich wenig los im Duell der beiden torungefährlichsten Teams auf dem tiefen, holprigen Alzeyer Rasen. Dass zugleich RWO die beste und Mombach die schwächste Abwehr stellt, zeigte sich ab der 66. Minute. Björn Grimm aus der Drehung nach einer Flanke (66.), Belel Meslem nach einem Standard aus dem Rückraum (68.) und Eric Wischang aus 15 Metern (79.) schossen den Sieg der Rot-Weißen heraus. „Bis zur 65. Minute sah das gut aus. Es war ein offenes Spiel mit mehr Alzeyer Spielanteilen, aber ohne die großen Möglichkeiten“, sagt Fortuna-Trainer Josip Zeravica, „das 1:0 fiel aus heiterem Himmel.“ Danach gingen die Mombacher Köpfe nach unten.