„Heißes Derby“ für Schott-Frauen zum Regionalliga-Auftakt

Schott-Frauen treffen bei Start in Regionalliga-Saison in Worms auf gleich drei Ex-Spielerinnen. Neue Saison wartet mit ungewöhnlichem Modus auf.

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MAINZ. Die Fußball-Frauen des TSV Schott Mainz starten am Samstag, 18 Uhr, bei Aufsteiger VfR Wormatia Worms in die Regionalliga-Saison. „Auf dem Papier sind wir der Favorit“, sagt TSV-Trainer Marcello Muzio. Dass im Sommer drei Spielerinnen (Franziska Bohrer, Jana Meierfrankenfeld, Elena Jaeschke) von Mainz nach Worms wechselten, verspricht zusätzliche Brisanz im „heißen Derby“. Sein 20 Frau starker Kader, der durch „gut integrierte Einkäufe“ ergänzt wurde, zählt neben dem SV Göttelborn und dem 1. FC Riegelsberg zu den Aspiranten für die Top Drei.

Drei Testspiele gegen neu formierte Frankfurter Eintracht

Apropos drei: So viele Testspiele bestritt Muzios Elf allein gegen die Frauen von Eintracht Frankfurt, die zu dieser Saison mit dem 1. FFC Frankfurt fusionierten. Als „so lala“ beschreibt der Italiener die Partien gegen das Team mit dem Adler auf der Brust: Gegen die zweite Mannschaft der Eintracht (Zweite Frauen-Bundesliga Süd) gab es ein 3:2 und ein 0:3. Kurios: Gegen die dritte Mannschaft (Regionalliga Süd) verloren die Mainzerinnen überraschend deutlich mit 0:4. Die Ergebnisse sind „nicht gravierend“, da mit den „3er- und 4er-Abwehrketten“ verschiedene Systeme ausprobiert wurden.

Heidrun Sigurdardottir als Kapitänin sowie Julia Losert als deren Stellvertreterin sind der verlängerte Arm des Coaches. Das Corona-Virus hatte auf die Vorbereitung „keinen direkten Einfluss“ und der Verein hat die Maßnahmen „vorbildlich umgesetzt“, so Muzio. Die Vorgaben mit maximal 15 Spielerinnen, die in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen dürfen, waren Anlass dafür, die Tests gegen Eintracht Frankfurt, den MFFC Wiesbaden (2:2) sowie die TSG Neu-Isenburg (3:2-Sieg) auf hessischem Boden auszutragen, weil die Regelung dort vorsieht, dass mehr Spielerinnen eingesetzt werden können. Die Frauen-Regionalliga Südwest beheimatet in der Spielzeit 2020/21 15 Mannschaften, die aber bis März 2021 nur einmal gegeneinander antreten. Die besten sieben Teams ziehen in die Aufstiegsrunde ein. Die Punkte, die bis dahin gegen Vertreter, die auch in diese Runde einziehen, eingefahren wurden, werden mitgenommen. Die Mannschaften der 7er-Gruppe spielen dann nochmal gegeneinander und ermitteln den Meister. Dieser tritt anschließend in einem Hin- und einem Rückspiel um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga Süd an.