Fußball: „Gute Woche“ für den VfB Ginsheim

Der Hessenligist ist im Pokal erfolgreich und punktet in der Liga. Dabei imponiert der Einsatz von Dillon Fosuhene. Und es gibt eine Ansage vom Trainer für das nächste Spiel.

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GINSHEIM. Im Kreispokal hat der VfB Ginshem am Dienstag das Halbfinale erreicht (4:1 in Büttelborn). Und in der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga schafften die Ginsheimer am Samstag ein 2:2 (1:1) beim Hünfelder SV. „Das war eine gute Woche für uns“, sagt Trainer Ermin Melunovic denn auch. Am Tabellenende mit zehn Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz findet sich der VfB freilich immer noch. Weshalb Melunovic auch gleich kämpferisch nach vorne blickt: Der Punktgewinn in Hünfeld „nutzt uns nichts, wenn wir jetzt nicht den nächsten Schritt machen.“ So fordert der Trainer einen Heimsieg am kommenden Sonntag (15 Uhr) gegen den Vorletzten, Buchonia Flieden.

Es hätte bereits in Hünfeld klappen können mit dem ersten Ginsheimer Sieg in der Abstiegsrunde. Nach 32 Minuten schoss Christian Makana die Gäste nach Vorlage von Denis Oriana in Führung. Dieser Vorsprung hielt jedoch nur drei Minuten, da VfB-Torhüter David Staegemann bei einer Ecke den Ball verpasste – im Gegensatz zum Torschützen, Steffen Witzel.

Stefan Baljak war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dabei. Der 21 Jahre alte zentrale Mittelfeldmann bekam einen Tritt mit offener Sohle ab: Eine tiefe Wunde am Schienbein musste genäht werden. Für ihn kam Mitte der ersten Halbzeit Ex-Profi Giovanni Speranza: Er habe „Spielkultur und Abgezocktheit“ in die Mannschaft gebracht. Letztere fehle dem Nachwuchsspieler Tom Kohnhäuser, erstmals in der Startelf des Hessenligateams, noch: „Aber der Tom hat das heute richtig gut gemacht“, so Melunovic.

Als ein fulminanter Volleyschuss aus zwölf Metern von Maximilian Fröhlich zum 2:1 einschlug, schien Ginsheim auf dem Weg zur nächsten Niederlage. Aber dagegen hatte Dillon Fosuhene etwas. Bei einem Abpraller setzte der Mittelfeldspieler mit dem Kopf nach und erzielte den Ausgleich (57.) – wobei er mit dem ganzen Körper ins Tor flog. Dieser Einsatz imponierte Melunovic: „Dillon ist mit dem Kopf reingegangen, wo Andere sich nicht mal mit dem Fuß trauen würden.“

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VfB Ginsheim: Staegemann – Fosuhene, Akoto, Baljak (22. Speranza), Kohnhäuser, Kissel, Oriana, Redl, Pandov, Manneck, Makana (75. Aboubakari).

Tore: 0:1 Makana (32.), 1:1 Witzel (35.), 2:1 Fröhlich (48.), 2:2 Fosuhene (57.). Schiedsrichter: Heist (Hertingshausen). Zuschauer: 200.