Einsatzzeiten für Eigengewächse

Oberligist SV Gonsenheim macht aus der Not eine Tugend und setzt verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Vor allem in der Offensive sind die Youngsters gefragt.

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MAINZ. (tor). Siege gegen Bingen und Waldalgesheim, ein Punkt gegen Oberliga-Spitzenreiter Trier, am für den SV Gonsenheim spielfreien Mittwoch ein Remis gegen den FCK II – die Sportfreunde Eisbachtal sind prima drauf. Nicht nur durch die 2:3-Hinrundenpleite ist die Wildpark-Elf vor dem Gastspiel im Westerwald am Samstag (16 Uhr) gewarnt. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen“, weiß Trainer Anouar Ddaou. Das bedeutet in der Offensive derzeit: Eigengewächse.

Um SVG-Urgestein Damir Bektasevic (29) herum tummeln sich in Daniel Bienek (21), Luan Barroso Rennstich (20) und Yannik Ischdonat (20) weitere selbst (mit-)ausgebildete Spieler, was auch für Flügel-Alternative Robin Lehmann (25) und Stamm-Linksverteidiger Karim Zeghli (20) gilt. Auf der Mittelstürmerposition ist Ischdonat derzeit alternativlos, einzig André Röll (fünf Ligatore) könnte für einen Bankplatz in Frage kommen. Nummer zwei und drei der internen Knipser-Liste sind Barroso (vier) und Ischdonat (drei). „Mein Empfinden ist, dass die Durchlässigkeit extrem gut ist“, sagt Ddaou.

Aber: „Die Jungs sind meist erst im zweiten Jahr zu Oberligaspielern gereift. Wir wollen Maßnahmen ergreifen, dass die Aussichten auf Einsätze schon im ersten Jahr besser sind.“ Deshalb trainieren die Alt-Jahrgänge der U 19 alle zwei, drei Wochen mit, bleiben im Blickfeld, lernen sich einzuschätzen. Leart Rexhepi (18) und Niko Neal (18) sind häufiger dabei und hatten bereits Punktspieleinsätze. Ddaou spricht von einem „Zeichen an die Jugend: Wenn ihr was tut, tun wir auch was“. Auch die SVG-Rookies Luca Dietrich (20) und Ufuk Kömesögütlü (19) sammelten schon Oberligaminuten, Stammkeeper Tobias Edinger (20) kam als A-Jugendlicher. Der SVG ist zurecht stolz auf seine Jugendarbeit, die auch die erste Mannschaft stärker prägen soll.