Wieder Heimsieg, wieder zu Null: FCK bleibt Zweiter

aus 1. FCK

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Mike Wunderlich (rechts) führte den FCK mit einer kämpferisch guten Leistung an.  Foto: imago/Jan Hübner

Der 1. FC Kaiserslautern bleibt im Formhoch und schafft die Revanche gegen Aufsteiger Viktoria Berlin. Transfer von Terrence Boyd ist offiziell.

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KAISERSLAUTERN. Der Erfolgstrend geht ungebremst weiter. Die Träume in der Pfalz wachsen weiter: Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt am Samstag gegen Viktoria Berlin verdient und letztlich ungefährdet 2:0 (1:0), bleibt das Team der Stunde in der Dritten Liga. Gegen einen tapferen, aber letztlich in der Offensive zu ideenlosen Gegner trafen Julian Niehues (42.) und Philipp Hercher (63.) für die Roten Teufel, die damit weiter auf Tabellenplatz zwei bleiben, wobei der Dritte Braunschweig aber weiterhin ein Spiel weniger hat.

Die erste gute Nachricht des Tages kam aus FCK-Sicht bereits einige Stunden vor dem Anpfiff. Wie sich gestern bereits andeutete, wurde die Verpflichtung von Angreifer Terrence Boyd am Vormittag offiziell, nachdem der Deutsch-Amerikaner den obligatorischen Medizincheck überstanden hatte. Als Ablöse stehen rund 300.000 Euro im Raum, die der FCK an den Halleschen FC überweisen muss. Boyd weilte am Nachmittag im Stadion und sah sich die Vorstellung seiner neuen Teamkollegen an. Die starteten indes auf einer Position verändert. Felix Götze fehlte angeschlagen und wurde durch Julian Niehues ersetzt, der zuletzt beim 0:4 im Hinspiel in Berlin in der Startelf stand. Ansonsten blieb der FCK seinem System treu und startete auch zunächst druckvoll in die Partie. Viktoria Berlin entgegnete den Pfälzern aber eine stabile Abwehrreihe, die in der Anfangsphase wenig bis gar keine Lücken bot.

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Elfmeterpfiff bleibt aus, aber weckt den FCK

Die Gäste waren dabei aber auch selbst aktiv, versuchten, Nadelstiche zu setzen. Das gelang etwa in der 10. Minute, doch Berlins Angreifer Falcao verfehlte das Tor des FCK knapp. Die erste Hälfte der ersten Halbzeit war ansonsten umkämpft, aber ohne große Highlights. Daniel Hansliks Kopfball in der 23. Minute stellt dann immerhin die erste Chance für die Roten Teufel dar. Aufregend wurde es dann aber in der Schlussphase. Zunächst wurde es im Fritz-Walter-Stadion, wo diesmal immerhin 1000 Zuschauer dabei sein durften, in der 34. Minute. Hanslik wurde im Strafraum von Berlins Lukas Pinckert gefoult. Schiedsrichter Robin Braun ließ jedoch weiterlaufen - eine Fehlentscheidung. Dennoch war es der Startschuss einer FCK-Offensive. Wenig später hatten die Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, aber Kenny Prince Redondo scheiterte im Eins-gegen-eins mit Berlins Torwart Julian Krahl (37.). Mike Wunderlichs Versuch ging danach über den Kasten (38.). So war es schließlich Julian Niehues, der den Bann brach. Gut eingeleitet und vorbereitet von Boris Tomiak musste Niehues nur noch einköpfen - 1:0 (42.).

Nach Wiederbeginn ließ der FCK zunächst wieder den Gästen einigen Raum, ohne dass Berlin wirklich zu gefährlichen Aktionen gekommen wäre. Stattdessen schlug der FCK eiskalt zu. Nachdem Redondo mit seinem Schussversuch bereits geblockt wurde, behielt Marlon Ritter den Überblick, bediente Hendrick Zuck und dessen Flanke fand Hercher - 2:0 für den FCK (63.). Niehues hätte wenig später das dritte Tor nachlegen können, blieb im Laufduell aber zweiter Sieger. Im Anschluss flachte das Spiel dann aber sehr deutlich ab. Kaiserslautern sicherte ab, Berlin hatte zu wenig Ideen. Gefährlich wurde es erst wieder in der 83. Minute, doch Moritz Seiffert fehlte aus kurzer Distanz die Genauigkeit - der Ball ging drüber. Auf der Gegenseite hätte der eingewechselte René Klingenburg aus kurzer Distanz treffen können, scheiterte aber an Krahl. So brachte der FCK ohne größere Probleme den 2:0-Heimsieg über die Zeit, verteidigte somit zunächst den zweiten Tabellenplatz in der Dritten Liga.

Corona bei 1860: Dienstagspiel fällt wohl aus

Unklar ist allerdings, wie es für die Roten Teufel nun weitergeht. Die für Dienstagabend (19 Uhr) angesetzte Partie bei 1860 München steht kurz vor der Verlegung. Nach einem Corona-Ausbruch bei den Löwen fiel kurzfristig die Partie von 1860 gegen Türkgücü München am Samstag aus. Unwahrscheinlich, dass sich die Situation der Löwen bis Dienstag entscheidend entspannen wird. Es könnte also für den FCK kurioserweise mit dem dritten Heimspiel in Folge weitegehen. Kommenden Samstag (14 Uhr) wartet dann der Hallesche FC - ausgerechnet der Ex-Klub von Terrence Boyd.

Von Tommy Rhein