Können der SVWW und Rehm Endspurt?

In der Dritten Liga klappte es in der vergangenen Runde für den SV Wehen Wiesbaden noch mit dem Saisonziel. KSC wird zum Dauerrivalen.

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WIESBADEN. Es wäre eine ganz einfache Rechnung – und zu schön für den SVWW, um wahr zu sein. Holt der SV Wehen Wiesbaden, der an diesem Samstag (13 Uhr) bei Holstein Kiel ran muss, in den letzten vier Spielen der Saison vier Siege und damit zwölf Punkte, hätte man die ominösen 40 Zähler und wohl mit großer Wahrscheinlichkeit sogar den direkten Klassenerhalt in der Tasche. Doch die Realität sieht anders aus. In den jüngsten vier Spielen gab es null Punkte für den Aufsteiger, der auf dem schlechtesten Wege ist, einem verkorksten Saisonstart mit sieben sieglosen Spielen einen ebenso verkorksten Saisonausklang folgen zu lassen. Mit der Folge, dass der derzeitige Tabellenvorletzte die Klasse nicht halten wird.

Ein Blick auf die bisherigen drei Spielzeiten in der Dritten Liga unter Trainer Rüdiger Rehm zeigt, dass der hessische Fußballverein durchaus aber auch Endspurt kann.

2019 noch auf den Relegationsrang gesprungen: Nach dem fünftletzten Spieltag in der Aufstiegssaison lag der SVWW nach einer bitteren 1:3-Pleite beim Kellerkind Jena mit einem Zähler Rückstand hinter dem Hallescher FC auf Rang vier. Dem Blechplatz. Doch eben vier Siege zum Abschluss (ein 2:0 gegen Lautern, ein 1:0 in Lotte, ein 1:0 gegen Osnabrück und ein 3:2 in Uerdingen) spülten den SVWW wieder auf Rang drei, nur einen Punkt hinter dem Zweiten und jüngsten Dauerrivalen um Auf- und Abstieg, dem Karlsruher SC. Das Happy End in der Relegation gegen Ingolstadt ist bekannt.

2018 auf den Blechplatz zurückgefallen: Ein Jahr zuvor lag die Rehm-Truppe nach dem 34. Spieltag und der 1:2-Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Magdeburg punktgleich, aber mit dem deutlich besseren Torverhältnis gegenüber dem Karlsruher SC auf Relegationsrang drei. Es folgten für den SVWW ein 0:2 in Rostock, ein 3:0 gegen Zwickau und ein 1:3 in Paderborn, sodass schon vor dem letzten bedeutungslosen Spieltag klar war, dass der SVWW am Ende auf Rang vier hinter Karlsruhe einlaufen wird. Der finale 2:0-Erfolg gegen den VfR Aalen war nur noch für die Statistik.

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2017 den Zwischenspurt bis zum Ende durchgezogen: Im ersten Rehm-Jahr, der neue Trainer kam im Februar, rettete ein langer Zwischenspurt den abstiegsgefährdeten Verein vor dem Fall. Nach Rang 18 im Winter hatte der SVWW vier Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt praktisch schon in der Tasche. Ein 3:1 in Rostock, das 0:0 gegen Großaspach, der 3:0-Erfolg in Halle und das 4:1 gegen den FSV Frankfurt katapultierten den SVWW sogar noch von Rang 14 auf Platz 7.