Eigentor und Last-Minute-Rückschlag: FCK verpasst Sieg

aus 1. FCK

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Vier Tore in drei Spielen: Daniel Hanslik (links) ist aktuell die Lebensversicherung des 1. FC Kaiserslautern. Foto: imago/Eibner

Eine starke Halbzeit, einige strittige Entscheidungen und ein kurioses Eigentor: Der FCK lässt in Duisburg eine ganz große Chance auf den Befreiungsschlag liegen.

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DUISBURG. Der Befreiungsschlag war zum Greifen nahe, doch dann schlug Wilson Kamavuaka zu. Der FCK gibt einen Sieg beim MSV Duisburg aus der Hand, spielt am Dienstagabend nur 2:2 nach zweimaliger Führung. Daniel Hanslik (11.) und Marvin Senger (79.) trafen für den FCK, der dennoch seit nun fünf Spielen ungeschlagen ist, aber weiter auf einem Abstiegsplatz steht.

Nach dem Derbysieg am vergangenen Samstag gegen Saarbrücken (2:1) hatte FCK-Trainer Marco Antwerpen wenig Grund, etwas zu verändern. Erneut agierte sein Team aus einer Dreierkette heraus, einzig Mittelfeldspieler Nicolas Sessa erhielt eine Pause, für ihn begann Carlo Sickinger. Und die Derbysieger führten in Duisburg ihr souveränes Spiel vom Wochenende zunächst nahtlos fort. Der MSV hatte durch Wilson Kamavuaka zwar die erste Chance der Partie (6.), im Anschluss hatte der Gast aus der Pfalz aber alles im Griff.

Mit dem ersten Angriff schlug der FCK dann auch sofort zu. Philipp Hercher und Jean Zimmer spielten den Treffer über die rechte Seite stark heraus, in der Mitte vollendete erneut Daniel Hanslik, auf dessen Konto nun die letzten vier FCK-Treffer gingen (11.). Danach hielten die Roten Teufel den Gegner geschickt vom eigenen Tor fern, machten selbst immer wieder Druck. Erst kurz vor der Pause löste sich der MSV etwas, kam zu kleineren Chancen. Vor der Pause hätte der FCK aber auf 2:0 stellen können, doch nach einem Handspiel im Strafraum der Duisburger blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm - eine strittige Entscheidung.

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Nach dem Seitenwechsel wirkte Duisburg plötzlich druckvoller - und war mit dem Glück im Bunde. Aziz Bouhaddouz zwang FCK-Keeper Avdo Spahic per Kopf zu einer Parade, aber Felix Götze bekam den Abpraller ans Bein, von wo aus er ins eigene Tor kegelte (55.). Bitter, unglücklich - das 1:1. Für die Gastgeber war das der Mutmacher, den sie brauchten. Nun war der MSV am Drücker, agierte, versuchte nachzulegen. Bouhaddouz scheiterte aber am Außennetz (63.), wenig später erneut an Spahic (65.). Der FCK stellte indes auf Viererkette um, brachte mit Sessa, Kenny Prince Redondo, Elias Huth und Anas Bakhat frische Kräfte.

Sessas Distanzschuss setzte dann auch schnell mal wieder einen Akzent seitens des FCK (67.). Die Teams egalisierten sich nun wieder, kämpften vor allem im Mittelfeld um die Bälle. Duisburg machte zunehmed das Spiel, Kaiserslautern hatte Sessa. Zunächst scheiterte der Joker am Pfosten (78.), nach der folgenden Ecke feuerte aus der Distanz auf den Kasten, MSV-Keeper Leo Weinkauf wehrte mit der Faust ab, Marvin Senger staubte ab - der FCK war wieder vorne (79.). Es folgten wilde Proteste, da Huth den Keeper im Fünfmeterraum angegangen war. Wieder eine strittige Entscheidung. Am Ende kann man wohl von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen. Die hitzigen Schlussminuten überstand der FCK dann zunächst souverän, ehe Kamavuaka in der Nachspielzeit per Kopf zur Stelle war. Bitter für den FCK, der eine starke Vorstellung nicht vergolden konnte.

Von Tommy Rhein