Die Serie hält: FCK schlägt Freiburg II deutlich

aus 1. FCK

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Der frühe Dosenöffner: Felix Götze bringt den FCK nach elf Minuten in Führung.  Foto: imago

In der Liga geht die Formkurve des 1. FC Kaiserslautern weiter nach oben. Auch gegen den Aufsteiger gewinnen die Pfälzer souverän.

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KAISERSLAUTERN. Kaiserslautern. Vier Sieg in Serie, 533 Minuten ohne Gegentreffer: Der 1. FC Kaiserslautern setzt seinen Aufwärtstrend in der Dritten Liga auch nach der Länderspielpause fort. Durch das 3:0 (1:0) gegen Aufsteiger SC Freiburg II rücken die Pfälzer nun auch in der Tabelle deutlich an die Spitzenplätze heran. Gegen mutige, aber letztlich ungefährliche Freiburger trafen Felix Götze (11.), Boris Tomiak (48.) und Mike Wunderlich (62.) für die Roten Teufel.

Die überraschende Niederlage im Verbandspokal aus der Vorwoche schien die Pfälzer und ihre Anhänger nur wenig erschüttert zu haben. 18.330 Zuschauer fanden den Weg ins Fritz-Walter-Stadion, um ihr Team anzufeuern. Trainer Marco Antwerpen setzte auf genau das Team, das in der Liga zuletzt 6:0 beim TSV Havelse gewonnen hatte. Einige der Spieler, die im Pokal in Mechtersheim ihre Chance bekamen, standen hingegen gar nicht erst im Kader. Die Roten Teufel waren eben im Liga-Modus und das wurde bereits nach wenigen Spielminuten deutlich. Freiburg schien zwar gewillt, selbst Akzente zu setzen, aber der FCK war – wie bereits in Havelse – mit der ersten Chance direkt erfolgreich. Daniel Hanslik startete über rechts durch, hatte viel zu viel Zeit und Raum und bediente schließlich Felix Götze, der zum 1:0 einschob (11.).

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Winkler-Treffer zählt nicht, Freiburg drückt vor der Pause

Nun hatte der FCK die Kontrolle über das Spiel, während das junge Freiburger Team sichtlich geschockt wirkte. Und nur das Glück der Gäste verhinderte den nächsten Nackenschlag. Nach einer Ecke von Hendrick Zuck rutschte Freiburgs Torhüter Noah Atubolu der Ball durch die Finger, Alexander Winkler war direkt per Kopf zur Stelle und traf eigentlich zum 2:0, doch Freiburgs Max Rosenfelder klärte den Ball hinter der Linie (20.). Das Schiedsrichter-Gespann erkannte das Tor aber nicht an, sah den Ball nicht gänzlich hinter der Linie. Eine Fehlentscheidung. So blieb es beim 1:0 und Freiburg hatte die Gelegenheit, doch nochmal ins Spiel zu finden. Und tatsächlich wurden die Gäste stärker. Nachdem sich Boris Tomiak verschätzt hatte, kam schließlich Julius Tauriainen zur ersten richtigen Großchance der Freiburger, scheiterte aber am stark reagierenden Matheo Raab (35.).

Nach der Halbzeit übernahmen dann aber die Gastgeber wieder die Kontrolle. Und wieder waren sie mit der ersten guten Szene direkt erfolgreich. Nach einer Ecke von Mike Wunderlich sah Torwart Atubolu erneut nicht gut aus, bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Die Kugel fiel stattdessen Tomiak vor die Füße, der direkt abstaubte – 2:0 (48.). Diesmal legten die Pfälzer nach. Wieder war es Hanslik, der diesmal über die linke Seite durchstieß und das Auge für den völlig freistehenden Wunderlich hatte. Der Routinier fackelte nicht lange und stellte auf 3:0 (62.). Damit war der vierte Sieg in Serie praktisch eingetütet, auch wenn Freiburg nicht aufgab und weiter versuchte, selbst gefährlich zu werden. Auch wenn die Gäste einige Abschlüsse hatten, fehlte doch meistens die Genauigkeit, um zumindest noch Raabs Serie von inzwischen mehr als fünf Spielen ohne Gegentreffer in Gefahr zu bringen.

Starke Parade gegen Kammerbauer – Raab hält seine Serie fest

In der 69. Minute durfte Götze dann vom Feld und machte Platz für Rückkehrer Jean Zimmer. Der Kapitän hatte die letzten drei Spiele verletzt passen müssen und dadurch aktuell auch seinen Stammplatz verloren. Akzente konnte Zimmer wenig setzen, da die Partie im Anschluss auch deutlich an Fahrt verloren hatte. Kaiserslautern musste nicht mehr, Freiburg bot zu wenig an. Allerdings bot der FCK wie zuletzt wieder bis zur letzten Minute eine konzentrierte Defensivleistung an und sicherte so auch den beachtlichen Lauf ihres Torhüters ab, der nun 533 Minuten ohne Gegentreffer ist. Das dann aber auch sein Verdienst ist, zeigte er mit einer weiteren starken Parade gegen Patrick Kammerbauer (85.). Das war dann auch das letzte Aufbäumen der Gäste. Die Roten Teufel feierten einen verdienten Sieg und dürften nun mit richtig breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Duisburg (25. Oktober, 19 Uhr) reisen. Von Mechtersheim wird nun vorerst kaum noch einer sprechen.

Von Tommy Rhein