Derby-Chaos beim FCK: Zur Pause schon vier Platzverweise

aus 1. FCK

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Die Emotionen kochen fast im Minutentakt hoch: auch nach der Roten Karte gegen Marvin Senger.  Foto: imago

Hitzige Stimmung, ein Schiedsrichter, der überfordert wirkt und vier rote Karten. Nur Tore hat das Südwest-Derby zwischen Kaiserslautern und Mannheim zur Halbzeit nicht zu bieten.

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KAISERSLAUTERN. Mit Sport haben die 45 Minuten wenig zu tun, die die rund 12.000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion bislang gesehen haben. Keine echte Torchance, dafür aber etliche Fouls, Diskussionen und heftige Zweikämpfe. Stets im Mittelpunkt: Schiedsrichter Florian Heft, der insgesamt keine gute Figur macht und das hitzige Derby nicht unter Kontrolle hat. Das Ergebnis sind bislang vier Platzverweise. Für Diskussionsstoff sorgte vor allem der erste. Kaiserslautern Kenny Prince Redondo musste nach 24 Minuten vom Platz – nach einem eigentlich normalen Foulspiel, in dessen Folge jedoch die gesamte Bank der Mannheimer aufsprang und eine Rudelbildung entstand. Heft entschied sich schließlich für die Rote Karte gegen Redondo und schickte auch Mannheims Sportdirektor Jochen Kientz auf die Tribüne. Im Anschluss war die Partie geprägt von Foulspielen und hitzigen Diskussionen auf und neben dem Platz. Längst war der Zorn auch auf die Tribüne übergesprungen, wo zahlreiche Aktionen von lautstarken Pfeifkonzerten begleitet wurden.

In der 40. Minute folgte dann der nächste Platzverweis, diesmal wenigstens zurecht. FCK-Verteidiger Marvin Senger stoppte Waldhof-Angreifer Dominik Martinovic als letzter Mann – Notbremse. Dennoch kochten wieder die Emotionen hoch. Schließlich stehen dem FCK nun 45 Minuten in doppelter Unterzahl bevor. Kein Wunder also, dass wenige Minuten später wieder die Emotionen hochkochten, als die Pfälzer einen Handelfmeter forderten. Der Schiedsrichter ließ jedoch weiterlaufen, was Florian Dick, den Technischen Direktor der Roten Teufel, auf die Palme brachte. Der diskutierte mit dem Linienrichter und erntete dafür ebenfalls einen Feldverweis. Wieder eine Entscheidung, die in dieser Härte nicht nötig gewesen wäre. Auf dem Weg in die Kabinen gab es dann erneute Rangeleien, auch der Schiedsrichter wurde wiederholt zur Rede gestellt. Fraglich, ob die Zuschauer im zweiten Durchgang dann tatsächlich noch Sport geboten bekommen.

Von Tommy Rhein