„Verdienter Sieg für Paderborn“: Stimmen zur Eintracht-Niederlage

aus Eintracht Frankfurt

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Eintracht-Trainer Adi Hütter ist nach dem 1:2 gegen Paderborn nicht zufrieden mit der Leistung seiner Frankfurter.  Foto: dpa

Von einer enttäuschenden Situation für sein Team spricht Adi Hütter nach der Niederlage von Eintracht Frankfurt in Paderborn. Die Stimmen zum Spiel.

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PADERBORN. Adi Hütter (Trainer Eintracht): „Es war ein verdienter Sieg für Paderborn. In der zweiten Halbzeit hätten sie das Spiel vorzeitig entscheiden können. Wir haben versucht, den Ausgleich zu erzielen, das hat nicht geklappt. Unsere Situation ist enttäuschend wie dieses Ergebnis. Die Situation ist sehr ernst. Wir haben ein einziges Mal die Viererkette trainiert. Das 1:0 geht überhaupt nicht, dass er durch zwei Spieler durchgeht. Mit Viererkette hat nichts zu tun. Vielleicht kann Felix den Ball auch halten. Das 2:0 hat mich viel mehr geärgert wegen des Fouls von Kostic. Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, weil einige Führungsspieler zurückkehren wie Trapp, Hintereggger, Rode und Abraham zurückkommen. Und ich habe mal ein paar Tage zu trainieren.“

Steffen Baumgart (Trainer Paderborn): „Ich bin happy. Wir wissen schon, dass die Eintracht personelle einige Schwierigkeiten hatte, ärgerlich ist, dass wir das dritte und vierte Tor nicht gemacht haben. Aber grundsätzlich haben meine Spieler viel getan, um zu gewinnen. Wir haben auch heute wieder viele Fehler gemacht, aber Frankfurt hat es nicht ausgenutzt.“

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht): „Niederlagen finde ich nie schön. Das gehört aber dazu. Die Frage ist: Mussten wir heute verlieren? Wir haben es uns selbst eingebrockt. Wir haben den Kampf nicht von der ersten Minute an angenommen, wie es zu erwarten war. Ein 2:2 wäre nicht verdient gewesen. Paderborn hat für ihre Verhältnisse herausragend gespielt. Sie haben uns erst in die Probleme gebracht. Aber normal ist das unsere Stärke, Mentalität zu zeigen und dazwischen gehen, haben wir heute vermissen lassen. Aber natürlich haben wir auch kein Selbstvertrauen. Dazu haben wir mit dem ersten Schuss ein Gegentor bekommen. Und dann sind unsere Köpfe zu schnell nach unten gegangen. Sie haben nicht die richtige Körpersprache gezeigt. Wir hatten eine hervorragende Ausgangsposition Anfang Oktober, die wir jetzt verspielt haben. Wir haben uns zu oft selbst in die Bredouille gebracht. Wenn man gegen so einen Trend läuft, ist es schwer, den Bock wieder umzuwerfen.

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Simon Falette: „Wir kriegen wieder zwei einfache Tore. Es war aber heute nicht genug. Wir waren auch wieder nicht glücklich. Ob Dreier- oder Viererkette, das müssen wir als Profi können. Wir müssen nach vorne schauen und viel arbeiten. Ich hoffe für die Rückrunde, dass sie besser wird. Ich persönlich gebe immer 200 Prozent.“

Mijat Gacinovic: „Wir wissen, wie gut wir sind. Wir müssen es nur wieder zeigen. Die Pause wird uns guttun. Aber trotzdem wollten wir heute drei Punkte holen. Wir bekommen zu einfache Gegentore und müssen für eigene Tore ganz viel arbeiten. Die vielen Spiele sollen keine Alibis ein, physisch sind wir gut. Ich hoffe nicht, dass es kein Abstiegskampf wird. Wir müssen uns steigern und können uns steigern. Wir sind gute Fußballer und werden das machen. Wir haben vielleicht zu viele Spiele, hatten keine richtige Vorbereitung. Das fehlt uns jetzt ein bisschen. Aber auch das soll kein Alibi sein.

Heribert Bruchhagen (ehemaliger Vorstandsvorsitzender): „Die Eintracht hat einen breiten Kader, aber sie können nicht auf die Qualität von Abraham, Hinteregger oder Rode verzichten. Ich habe überhaupt gar keine Sorge um die Eintracht. Sie wird sich in der Rückrunde sicher stabilisieren, aber das Bild, das sie heute abgegeben hat, war nicht gut.“

Armin Veh (ehemaliger Eintracht-Trainer): „Ich glaube nicht an Abstiegskampf. Die Spieler waren müde, sie haben auch viele Verletzte. Ich bin ganz sicher, wenn sie ein bisschen Ruhe haben, das sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Ich weiß nicht, warum Wiedwald beim ersten Tor überhaupt nicht reagiert hat.“

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Von Peppi Schmitt