Sieg gegen Bremen: Mainz 05 feiert Klassenerhalt

aus Mainz 05

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Mainz 05-Spieler heben ihre Fäuste gegen Rassismus.  Foto: Sascha Kopp

Es ist geschafft. Mainz 05 hat sich mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert. Für die Gäste hingegen sieht es düster aus.

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MAINZ. Der FSV Mainz 05 spielt auch in der Saison 2020/21 in der Fußball-Bundesliga! Die Rheinhessen gingen den entscheidenden Schritt zum Ligaverbleib wie in den vergangenen Jahren häufiger am vorletzten Spieltag. In einer spannenden und umkämpften, teilweise dramatischen Partie gewannen die Mainzer in der heimischen Opel Arena gegen den SV Werder Bremen 3:1 (2:0).

Impressionen vom Spiel Mainz 05 gegen Werder Bremen.
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Die Profis von Mainz 05, hier im Spiel gegen Werder Bremen, dürfen sich in den Testspielen auf 250 Fans freuen.
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Die Bremer sind damit weiterhin Tabellen-17. und stehen vor dem zweiten Abstieg in der Vereinsgeschichte. Die Mainzer Tore schossen Robin Quaison (25.), Jean-Paul Boetius (30.), der auch seine fünfte Gelbe Karte sah und am letzten Spieltag gegen Bayer Leverkusen gesperrt ist, und Edimilson Fernandes (85.). Für Werder verkürzte Yuya Osako (59.).

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Die erste Halbzeit: Quaisons Wille, Latzas Solo

Beide Teams zeigten von Beginn an, um wie viel es für sie an diesem Tag ging. Dass sie diese Partie unbedingt für sich entscheiden wollten. Den besseren Start hatten dabei die Bremer. Joshua Sargent zwang 05-Torhüter Florian Müller mit einem Flachschuss früh zu einer Parade (4.), Leonardo Bittencourt schoss knapp vorbei (8.). „Da hatten wir Glück, dass es noch 0:0 stand“, sagte der 05-Vorsitzende Stefan Hofmann in der Pause bei „Sky“. Die Mainzer setzten ihre erste Duftnote in der elften Minute, als eine Flanke von Karim Onisiwo an zwei Bremern vorbei bei Jean-Philippe Mateta landete, der aber knapp über das Tor lupfte. Das 1:0 entsprang dann einer Standardsituation. Daniel Brosinski flankte einen Freistoß auf dem langen Pfosten. Von dort köpfte Karim Onisiwo in die Mitte. Ein Bremer klärte noch, doch Quaison drückte dann den Ball mit vollem Willen über die Linie (25.). Genial war dann das 2:0 sowohl in der Vorbereitung als auch in der Vollendung. Danny Latza spielte drei Bremer aus passte dann nach einem Übersteiger auf Jean-Paul Boetius, der Werder-Keeper Jiri Pavlenka mit einem 16-Meter-Schuss ins Eck keine Chance ließ (30.), nachdem er zwölf Minuten zuvor noch genau auf Pavlenka geschossen hatte. Hofmann lobte vor allem den Vorbereiter: „Für uns ist es elementar wichtig, dass Danny in dieser entscheidenden Phase als Führungsfigur auf dem Platz steht“, sagte er.

Die zweite Halbzeit: Ein offener Schlagabtausch

Danny Latza sorgte für einen ersten Schreckmoment nach dem Wiederanpfiff, als er nach einem Foul von Yuya Osako lange behandelt werden musste. Der Kapitän konnte aber zunächst weiterspielen. Wieder musste 05-Keeper Florian Müller früh in der Pause eine Glanzparade zeigen, nachdem der eingewechselte Niklas Füllkrug Jeremiah St. Juste ausgespielt hatte und freistehend abschloss. St. Juste sah auch vor dem 1:2 schlecht aus, konnte nicht klären, und so kam Osako aus sieben Metern frei zum Abschluss (59.). Er hämmerte den Ball unter die Latte, und Werder bekam die zweite Luft. Die Partie war nun ein offener Schlagabtausch. Der Mainzer Adam Szalai prüfte kurz nach seiner Einwechslung Pavlenka aus guter Position aber mit zu schwachem Abschluss (65.). Überragend war hingegen ein Schuss von Onisiwo, den Pavlenka noch stärker entschärfte (70.). Als dann der eingewechselte Edimilson Fernandes einen Angriff gegen weit aufgerückte Bremer eiskalt zum 3:1 vollendete (85.), hatten die Mainzer den Klassenerhalt eingetütet.

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Das Drumherum: Schlagabtausch in allen Bereichen

Werder Bremen hatte die besonders laute Anfeuerung bei Geisterspielen eingeführt, Mainz 05 hielt am Samstag kräftig dagegen. So ging es über 90 Minuten lautstark zu auf den Tribünen. Auch die Vereins-Delegationen feuerten die Spieler immer wieder an. Einzig Werder-Aufsichtsratschef Marco Bode litt auf der Tribüne still vor sich hin, abgesehen von vereinzelten Anfeuerungsrufen wie „Komm noch mal, Werder.“ Der Bremer Coach Florian Kohfeldt legte sich in der ersten Halbzeit auch einmal kräftig mit der Mainzer Bank, insbesondere mit dem sonst so bedächtigen Jan-Moritz Lichte an, nachdem 05-Offensivspieler Quaison mit Torwart Pavlenka zusammengestoßen war. Es ging um viel. Das zeigte sich auch hier. Doch in den Schlussminuten waren nur noch die Mainzer auf den Tribünen laut…