Randale nach Bundesliga-Partie zwischen Bremen und Mainz 05 -...

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Symbolfoto: dpa

Gewaltbereite Ultras haben die Polizei nach dem Spiel zwischen Werder Bremen und Mainz 05 am Samstag in Atem gehalten. Bei einer Schlägerei wurden sechs Menschen leicht...

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BREMEN . Gewaltbereite Ultras haben die Polizei nach dem Spiel zwischen Werder Bremen und Mainz 05 am Samstag in Atem gehalten. Bei einer Schlägerei wurden sechs Menschen leicht verletzt.

Bereits vor der Bundesligapartie zwischen Werder Bremen und Mainz 05 am Samstagnachmittag wollten sich offenbar gewaltbereite Gruppen am Bremer Stadtrand für eine Schlägerei treffen. 37 Mainzer waren dazu mit einem Reisebus auf dem Weg nach Bremen. Um keinen Verdacht zu erregen, meldeten sie beim Busunternehmer einen Junggesellenabschied an und sicherten schriftlich zu, mit Fußball nichts zu tun zu haben, wie die Polizei mitteilte. Als sie an einer Raststätte ihre zivile Kleidung in "sportlich robuste" tauschten, kamen dem Busfahrer Bedenken und er alarmierte die Polizei. Diese leitete den Bus noch in Niedersachsen in ein Industriegebiet um.

Randale nach spätem Unentschieden

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Zeitgleich wurden Bremer Polizisten im Industriegebiet Brinkum-Stuhr auf einen Auto-Corso mit bekannten Risikogruppen aus der Bremer Szene aufmerksam. Beide Gruppen wurden überprüft, dabei habe sich der Verdacht auf eine vereinbarte Schlägerei bestätigt. Die Mainzer Gruppe musste nach der Überprüfung die Heimreise antreten. Es wurden Verfahren wegen versuchten Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Gruppe aus Bremen blieb bis zum Spielende in Polizeigewahrsam.

Als Bremen nach langer Führung nur ein Unentschieden herausholen konnte, randalierten etwa 80 Bremer Ultras nach Spielende in einer Kneipe am Steintor und griffen die Gäste an. "Die gewaltbereiten Fans schlugen Scheiben ein, es flogen Tische und Stühle", sagte ein Polizeisprecher. Bei der Schlägerei wurden sechs Menschen leicht verletzt. Ob es sich bei den Verletzten um Gäste oder um Ultras handelte, war zunächst unklar.

Verschiedene Medien berichteten außerdem, dass es sich bei den Kneipengästen um Personen aus der Neonazi- und Hooligan-Szene gehandelt haben soll. Der polizeiliche Lagedienst bestätigte das zunächst nicht. "Man kann durchaus sagen, dass die Werder-Fans dachten, sie hätten Leute aus diesen Lagern erkannt", sagte der Polizeisprecher. Ob es sich aber auch wirklich um Leute aus dieser Szene gehandelt habe, müssten die Ermittlungen erst ergeben. Sicher sagen konnte die Polizei nur, dass es sich bei den Gästen in der Kneipe nicht um Mainzer Fans handelte. Diese waren bereits unter Polizeibegleitung aus Bremen abgereist.

*Update 11:30 Uhr: Wir haben in dem dpa-Text die Bezeichnung "Ultra" durch Risiko-Gruppe oder Risiko-Fans ersetzt, da die Quelle für den Begriff nicht nachvollziehbar ist und er sich im zugrundeliegenden Polizeibericht aus Bremen nicht findet.