Mainz 05: Maxim bald weg?

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32 Mal im Kader, aber nur dreimal in der Startelf: Dem rumänischen Nationalspieler Alexandru Maxim ist das zu wenig. Foto: dpa

Der Spielmacher ist bei den 05ern nur Edelreservist und damit unzufrieden. Ein Post auf seinem Instagram-Account eröffnet zusätzlichen Raum für Spekulation.

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MAINZ. Ein Foto im rot-weißen Trikot. Mit dem Ball am Fuß und der Nummer zehn auf der Hose. Alexandru Maxim hat es vergangene Woche auf seinem Instagram-Account gepostet. „Looking forward for new challenges“, schreibt der Fußball-Profi des FSV Mainz 05 darunter. Was so viel heißt wie: Ich freue mich auf neue Herausforderungen. Vielleicht bezogen auf spannende Abenteuer während des Sommerurlaubs. Seine Nachricht im sozialen Netzwerk kann aber auch bedeuten, dass sich der Fußball-Profi des FSV Mainz 05 nach einem neuen Verein umschaut und künftig nicht mehr im rot-weißen Dress auflaufen wird.

Es wäre wenig verwunderlich. Der 28-Jährige war, über die kompletten zwei Jahre beim FSV hinweg betrachtet, nicht mehr als eine Art Edelreservist. Maxim stand zwar in der abgelaufenen Saison 32 Mal im Kader, kam aber größtenteils nicht über Einsätze von der Bank (19 Mal) hinaus.

28-Jähriger sagt: „Alles ist offen“

Nur dreimal durfte er von Beginn an ran. Und damit ist er alles andere als zufrieden. „Ich hatte erwartet, viel mehr Einsatzminuten zu bekommen“, sagt Maxim vor wenigen Wochen im Gespräch mit dieser Zeitung. Zwar hat er noch zwei Jahre lang Vertrag bei den 05ern. Gut möglich ist allerdings, dass sich der Rumäne bereits diesen Sommer wieder verabschiedet. „Es ist alles offen“, sagt Maxim selbst. Er wolle nach Saisonende mit seinen Beratern sprechen.

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Eigentlich war er vor zwei Jahren vom VfB Stuttgart nach Rheinhessen gewechselt, um dort an seine besten Bundesliga-Zeiten als Stammspieler bei den Schwaben anzuknüpfen. Den Durchbruch beim FSV hat der Zehner bislang nicht geschafft. Und das wird seinem Selbstverständnis nicht gerecht. „Ich glaube an mich und mein Potenzial“, sagt der Offensivspieler. „Ich bin fit und denke, dass ich noch ein paar Jahre auf hohem Level vor mir habe.“ Außerdem peilt der 35-malige Nationalspieler mit Rumänien die Quali für die EM 2020 an. Und will selbst natürlich dabei sein. „Das ist eines der Dinge, die mich täglich motivieren“, sagt er. Für die Nominierung braucht er allerdings wiederum mehr Einsatzzeit.

Obwohl er verletzungsfrei war, blieb ihm diese unter Trainer Sandro Schwarz nur selten vergönnt. Auf seiner Spielmacher-Position erhielt in dieser Saison meist der überragende Jean-Paul Boetius den Vorzug, gefolgt von Robin Quaison, der gelegentlich vom Sturm eine Position nach hinten rückte. „Ich habe oft mit dem Trainer gesprochen“, schildert Maxim. Ohne Erfolg. „Er hat seine Ideen, wie er spielen will und am Ende fällt er die Entscheidung, wer spielt“, musste der 28-Jährige das schlucken.

Wenig deutet darauf hin, dass sich an Maxims Situation kommende Saison etwas ändert. Denn dafür müssten Boetius oder Quaison die Mainzer verlassen. Und selbst dann würde sich der FSV um adäquaten Ersatz bemühen. Kurzum: Die Aussichten auf mehr Einsatzminuten für Maxim bei 05 sind nicht allzu rosig. Das wird er wissen, wenn er sich dieser Tage mit seinen Beratern, aber auch mit dem FSV unterhält. Denn schließlich hat Letzterer als sein Arbeitgeber ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. „Der Verein entscheidet das mit“, macht der Rumäne klar, „wir werden drüber sprechen und schauen, was das Beste für beide Seiten ist.“

Unter Maxims Post auf Instagram meldet sich eine ganze Schar Stuttgarter Fans zu Wort. Der Tenor: Sie wünschen sich ihn zum VfB zurück. Allzu abwegig erscheint das nicht. In Stuttgart hatte der Zehner bislang seine besten Jahre. Und vielleicht erinnert er sich daran, wenn er sagt: „Ich will dieses besondere Gefühl, auf dem Feld zu stehen, mit so vielen Leuten im Stadion, wieder öfter haben.“ Dass Maxim zu den Schwaben in Kontakt steht, ist bislang nicht bekannt. Zumal die Stuttgarter am Montagabend ja noch um den Bundesliga-Verbleib kämpfen. Maxim selbst kämpft um mehr Präsenz auf der Fußball-Bühne. Und kommt im Sommer ein passendes Angebot für ihn, ist er wahrscheinlich weg.

Von Nils Salecker