Johannes Kaluza ist der neue Vorsitzende des 1. FSV Mainz 05

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Johannes Kaluza. Foto: Peter Pulkowski  Foto:

Johannes Kaluza ist der neue Vorstandsvorsitzende des 1. FSV Mainz 05. Der 62-Jährige wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Halle 45 gewählt.

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MAINZ. Johannes Kaluza ist der neue Vorstandsvorsitzende des 1. FSV Mainz 05. Der 62-jährige Unternehmer setzte sich auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Halle 45 mit 498 Stimmen im zweiten Wahlgang gegen Jürgen Doetz (458) durch. Frank Röhr war im ersten Wahlgang mit 295 Stimmen ausgeschieden.

Nach der Verkündung des Ergebnisses waren es vor allem die Ultras, die lautstark feierten. Im Vorfeld war bekannt geworden, dass sie Kaluza als Vorstandsvorsitzenden favorisieren - und wählten. Den Sieg ihres Wunschkandidaten bejubelten sie entsprechend. Kaluza tritt damit in der neuen Vereinssatzung die Nachfolge von Harald Strutz an. Der 66-Jährige war nach fast 29 Jahren im Amt nicht mehr angetreten und hatte sich zu Beginn der Mitgliederversammlung emotional verabschiedet.

Bevor die rund 1000 anwesenden Mitglieder nach drei Stunden zu den Stimmgeräten greifen durften, stellten sich die drei Kandidaten vor. Kaluza machte den Anfang und präsentierte sich als Kandidat, der für Klartext und gegen den überschäumenden Kommerz im Fußball stehe. "Ich werde euch zuhören und euch ernst nehmen", versprach er. Die 17 Heimspiele müssten zu Festtagen werden. "Aber ganz bestimmt kein Ringelpiez mit Helene Fischer."

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Im ersten Wahlgang noch keine absolute Mehrheit

Doetz ging auf die vergangenen Monate ein, in denen er wechselweise als Therapeut und Feuerwehrmann zur Verfügung gestanden hätte. Zum Thema Pyrotechnik sagte der 72-Jährige: "Kollektivstrafen wird es mit mir nicht geben." Frank Röhr stellte die Fans in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er habe viele Gespräche geführt und wolle außerdem eine Fan-Sprechstunde einführen. Nach einer Fragerunde für die Mitglieder durften die drei Kandidaten in einem Abschlussstatement für sich werben.

Nachdem im ersten Wahlgang niemand eine absolute Mehrheit erzielen konnte, griffen die Mitglieder erneut zu den Stimmgeräten. Kaluza setzte sich durch - und die Ultras feierten.

Aufsichtsrat gewählt

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Später wurden auch die Mitglieder des künftigen Aufsichtsrates gewählt. Dem Kontrollgremium des 1. FSV Mainz 05 gehören an: Sven Hieronymus (677 Stimmen), Eva-Maria Federhenn (634), Dr. Volker Baas (517), Cäcilia Alsfasser (513), Detlev Höhne (500), Michael Häfner (491), Michael Schuhmacher (438) und Engelbert Günster (381).

Nicht geschafft haben es Oliver Michels (331), Herbert Kerz (255), Norbert Krambs (215), Ruth Jüngling (183), Horst Werner Ernerth (132), Joachim Secker (130) und Michael Klein (85).

Hans Georg Schnücker hatte seine Kandidatur mit seiner Rede innerhalb der Vorstellungsrunde zurückgezogen. Schnücker konnte nicht die Ansichten und Vorstellungen des neuen Vorstandsvorsitzenden Johannes Kaluza teilen. "Ich bin der Meinung, dass der Verein einen großen Fehler macht", sagte Schnücker, weil sich Kaluza deutlich gegen eine Ausgliederung positioniert hat.

Als Vertreter der Fanabteilung wurde zudem Christian Viering von der Mitgliederversammlung bestätigt. Er erhielt 554 Ja-Stimmen und 89 Nein-Stimmen.