Gerücht um Hübner-Nachfolge: Kehrt ein Ex-Spieler zurück?

aus Eintracht Frankfurt

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Bruno Hübner von Eintracht Frankfurt. Archivfoto: dpa

Gerüchte gibt es schon seit einer Weile um die Zukunft des Eintracht-Managers Bruno Hübner. Nun rückt ein ehemaliger Eintracht-Spieler in den Fokus um die mögliche...

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FRANKFURT. Eine Woche ist es her, da berichtete die FAZ als erste Zeitung vom möglichen „Aus“ von Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner im nächsten Sommer. Der im Juni auslaufende Vertrag des 59 Jahre alten Managers soll nach dann zehn Jahren nicht mehr verlängert werden. Hübner zeigte sich überrascht von den aufploppenden Gerüchten, es sei noch „viel zu früh“ für Verhandlungen. Grundsätzlich sei er „sehr entspannt“. Hübner verwies auf anstehende Gespräche mit Sportvorstand Fredi Bobic. Der hat sich auch nach der Rückkehr aus seinem Urlaub zur „Causa Hübner“ noch nicht öffentlich positioniert.

Im Gegensatz zu Trainer Adi Hütter. „Da müssen die Herren im Vorstand sich Gedanken machen und mit ihm reden", sagte er am Rande des Bundesligaspiels der Eintracht beim FC Bayern München, „ich habe zu Bruno menschlich wie fachlich eine gute Beziehung.“ Es ist kein Geheimnis, dass Hütter, dessen Vertrag gerade bis 2023 verlängert worden ist, gerne weiter mit Hübner arbeiten würde.

Gerüchte über Nachfolge von Bruno Hübner

Dennoch gibt es immer mehr Spekulationen, wer Nachfolger von Hübner werden könnte, womöglich in einer anderen Position als der derzeitige Manager. Sebastian Zelichowski (38), seit zwei Jahren als Analyst im Klub tätig, gilt als Vertrauter von Bobic, könnte aber von Hütter im Fall der Fälle abgelehnt werden. Den beiden wird ein gestörtes Verhältnis nachgesagt.

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Nun ist ein ganz neues Gerücht aufgetaucht: Pirmin Schwegler (33), ehemaliger Spieler der Eintracht, könnte als Bindeglied zwischen Vorstand und Mannschaft eingesetzt werden. Das wäre dann das Dortmunder Modell. Dort arbeitet Sebastian Kehl seit dem 1. Juli 2018 als Leiter der Lizenzspielerabteilung. Zuvor hatte der inzwischen 40 Jahre alte Kehl dreizehn Jahre, von 2002 bis 2015, als Profi beim BVB gespielt. Kehl soll 2022 Sportdirektor Michael Zorc nachfolgen.

Neuer Kandidat mit guten Qualifikationen

So ähnlich könnte auch der Weg von Pirmin Schwegler bei der Eintracht verlaufen. Der Schweizer Nationalspieler hat von 2009 bis 2014 für die Eintracht gespielt, war zwei Jahre lang Kapitän und auch der spielerische Anführer des Teams. Der damalige Trainer Armin Veh hatte ihn als „Quarterback“ bezeichnet, also als Spielmacher mit dem Blick fürs große Ganze. Nach Stationen bei der TSG 1899 Hoffenheim und Hannover 96 hat er im letzten Sommer seine Karriere nach einem einjährigen Gastspiel bei den Western Sydney Wanderers in Australien beendet. Seitdem lebt Schwegler mit seiner Frau Feyza, die er in Frankfurt kennengelernt hatte, im Taunus.

Dass er auch nach seinem Karriereende weiter im Fußballgeschäft arbeiten will, hat er schon mehrfach betont. „Ich liebe den Fußball, er hat mir sehr viel gegeben“, sagt Schwegler, der in seiner Kindheit eine schwere Leukämie-Erkrankung überwunden hat. Zu seiner Frankfurter Profizeit hatte er ein Fernstudium in Sportmanagement und Marketing begonnen. Schwegler gilt als eloquent und intelligent, umgänglich und integrativ und hat gute Kontakte in der Fußballwelt, auch durch seine internationale Karriere mit 14 Länderspielen für die Schweiz. Er wäre also durchaus ein Kandidat mit Perspektive.

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Von Peppi Schmitt