FSV Mainz 05 mit wenigen Kader-Optionen vor Spiel bei Werder...

aus Mainz 05

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Danny Latza (links) und Fabian Frei (rechts, gegen den Leipziger Yussuf Poulsen) sind im defensiven Mittelfeld einsatzbereit.Foto: imago  Foto: imago

Auf der Sechser-Position und in der Innenverteidigung stellt sich die Mannschaft des FSV Mainz 05 für das Spiel gegen den SV Werder Bremen fast von alleine auf. Auch im Sturm...

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MAINZ. Auch in unbequemen Situationen verliert Sandro Schwarz seinen Humor nicht. „Wir haben schon noch einen Sechser“, sagte der Trainer des FSV Mainz 05, nachdem Pressechef Tobias Sparwasser verkündet hatte, dass für das Spiel am Samstag um 15.30 Uhr bei Werder Bremen Jean-Philippe Gbamin wegen einer Oberschenkel-Zerrung ausfallen wird und vermutlich auch der erkrankte Suat Serdar fehlen wird. Tatsächlich hat Schwarz noch mehrere Optionen für das defensive Mittelfeld, aber auch für die weiteren Positionen, auf denen er improvisieren muss.

Klar gemacht hat der Coach, dass das am Dienstag um 18.30 Uhr anstehende Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart keine Auswirkungen auf seine Aufstellung gegen Werder Bremen habe. „Dafür haben wir im Moment nicht so viele Leute“, sagt Schwarz, der für Samstag verspricht, „eine Mannschaft aufs Feld zu bringen, bei der wir überzeugt davon sind, dass eine gute Frische drin ist, eine gute Mentalität und eine gute Zweikampfschärfe.“

Diese Attribute benötige nämlich sein Team, um an der Weser zu bestehen, auch wenn Werder nur als Tabellenvorletzter in die Partie geht. „Die Bremer haben sich sehr gut stabilisiert unter Trainer Florian Kohfeldt. Sie sind heimstark, haben eine besondere Atmosphäre dort. Es wird ein sehr energievolles Spiel werden“, erklärt Schwarz, der vor allem vor Offensivspieler Max Kruse Respekt hat. „Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der weiß, wo er sich bewegen muss und der viele Angriffe einleitet“, sagt Schwarz.

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Berggreen muss Premiere über 90 Minuten wegstecken

Weil Stefan Bell noch an einer Viruserkrankung laboriert und Gbamin ausfällt, wird Schwarz wohl versuchen, mit einer von Giulio Donati, Abdou Diallo, Alexander Hack und Daniel Brosinski gebildeten Vierer-Abwehrkette die Bremer Offensive auszuschalten. Zumindest für die Ersatzbank ist auch Kapitän Niko Bungert eine Option. Nach verletzungsbedingten Trainingspausen „ist er nun in einer Phase, in der er Vertrauen in seinen Körper für einen Einsatz hat“, berichtet Schwarz, der seinen Routinier als wichtigen Mann im Kader lobt. „Er ist komplett in seiner Rolle als Kapitän drin und füllt das Amt sehr gut aus, obwohl er noch keinen Einsatz hatte“, sagt Schwarz.

Danny Latza und Fabian Frei stehen als Sechser zur Verfügung. In der Offensive kommt es darauf an, ob die angeschlagenen Yoshinori Muto und Levin Öztunali wieder fit werden.

Ein Startelf-Kandidat ist auch der zuletzt bei der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund eingewechselte Gerrit Holtmann. „Er hat eine sehr gute Entwicklung genommen“, lobt Schwarz den 22-Jährigen, der bewiesen hat, dass er in der Bundesliga mehrere Positionen spielen kann. Für Samstag kämen der linke Flügel oder der Sturm für ihn in Frage.

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In vorderster Linie hat in den vergangenen Wochen auch Emil Berggreen überzeugt. Dass der Däne angesichts seiner knapp zweijährigen Verletzungspause nur vier Tage nach dem Spiel gegen Dortmund, bei dem er erstmals über kraftraubende 90 Minuten auf dem Feld stand, erneut von Beginn an aufläuft, ist indes unwahrscheinlich. „Das müssen wir bei ihm gut abwägen“, sagt Schwarz.

Von seinen Spielern erwartet er eine ähnlich gute Einstellung wie zuletzt gegen Leipzig und Dortmund. „Das war die richtige Reaktion auf die Leistungen zuvor“, erklärt Schwarz, auch wenn die Niederlage gegen Dortmund für Frust gesorgt hat. „Wir wollen den Frust nun in Energie umwandeln, um dies bei einer schwierigen Aufgabe auch in Leistung umzumünzen“, lautet die Vorgabe des Trainers für das Spiel am Samstag.