Erster Heimsieg für die Eintracht: 2:1 gegen Union Berlin

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Frankfurts Filip Kostic (li.) und Unions Robin Knoche kämpfen um den Ball.  Foto: dpa/ Arne Dedert

Die Frankfurter Eintracht hat beim 2:1 (1:0) über den 1. FC Union Berlin in letzter Sekunde endlich den ersten Heimsieg der Saison gefeiert.

Anzeige

FRANKFURT. Es ist geschafft: Die Frankfurter Eintracht hat den ersten Heimsieg der Saison unter Dach und Fach gebracht - ein 2:1 gegen Union Berlin. Und es war wieder ein „Last-Minute-Sieg“, diesmal ein ganz spezieller, weil hochverdient. Vor 24.000 Zuschauern war die Eintracht gegen den FC Union Berlin durchweg die bessere Mannschaft, hatte aber ein halbes Dutzend bester Chancen vergeben. Doch dann kam die letzte Minute der fünfminütigen Nachspielzeit. Filip Kostic flankte und Evan Ndicka wuchtete den Ball mit dem Kopf ins Tor. Zuvor hatten Djibril Sow für die Frankfurter und Max Kruse per Elfmeter für die Berliner getroffen.

Von Rotation zur Schonung der Kräfte hält der Frankfurter Trainer Oliver Glasner nicht viel. Auch im dritten Spiel der „englischen Woche“ vertraute er der gleichen ersten Elf. Abwehrchef Martin Hinteregger, der sich nach Fußprellung zurückgemeldet hatte, saß erst einmal auf der Bank. Nicht ins Aufgebot geschafft hatten es Erik Durm und Sam Lammers.

Mehr Treffer wären möglich gewesen

Und die erste Halbzeit gab Oliver Glasner in allen Punkten recht. Die Eintracht zeigte eine sehr starke Leistung, hatte die Berliner total im Griff. Spielerisch und kämpferisch passte alles bei den Gastgebern. Einziges, aber gravierendes Manko: Sie erzielten nur einen Treffer. Es hätten aber, drei oder vier sein können, ja müssen. Vor allem Kristijan Jakic in der 28. Minute und Rafael Borré in der 41. Minute vergaben sogenannte „Hundertprozentige“. Das Frankfurter Spiel lief wie am Schnürchen, angetrieben vom einmal mehr überragenden Makoto Hasebe. Der Libero war der Spielmacher, unterstützt von all seinen Kameraden. Die Frankfurter waren ballsicher, zauberten ein paar richtig schön Kombinationen auf den Rasen.

Anzeige

Doch sie trafen eben nur einmal. Nach einer Ecke von Jesper Lindström kam der Ball über Filip Kostic zu Djibril Sow. Der Schweizer Nationalspieler traf aus dem Rückraum genau in den Winkel. Ein toller Treffer zum 1:0 in der 22. Minute. Es war wirklich schön anzusehen, was die Frankfurter davor und danach machten. Dabei war es nicht so, dass auch die Berliner ihr Momente hatten. In der 8. Minute musste Torwart Kevin Trapp gegen Taiwo Awoniyi retten und kurz vor der Pause rauschte ein Schuss von Max Kruse übers Tor. Aber das war alles nichts gegen das Chancen-Feuerwerk der Frankfurter. Kamada köpfte auf die Latte, Lindström ließ sich alleine vor Torwart Andreas Luthe in letzter Sekunden noch stoppen und bei Borrés Treffer in der 7. Minute hatte der Kolumbianer hauchdünn im Abseits gestanden.

Elfmeter: Kruse trifft

Und wie das so ist im Fußball: Wenn eine Mannschaft viele Chancen vergibt, geht der Schuss nach hinten los. So auch diesmal. In der 62. Minute kamen die Berliner mehr als glücklich zum Ausgleich. Ndicka hatte im Strafraum Awoniyi zu Fall gebracht, Schiedsrichter Stegemann sofort Elfmeter gepfiffen. Der VAR überprüfte, ob der Ball vorher bei der Hereingabe im Seitenaus gewesen war, doch obwohl die TV-Bilder dies nahelegten, blieb es beim Strafstoß. Max Kruse ließ sich die Chance nicht entgehen. Das Publikum war nun auf „180“, doch die Eintracht wirkte nun natürlich nicht mehr so sicher und souverän wie vor der Pause. Doch die bessere Mannschaft waren die Frankfurter weiter.

Doch sie hatten nicht nur Abschlusspech, sondern auch Pech, dass Schiedsrichter Stegemann im Zweifel meist gegen sie entschied. So in der 84. Minute, als Knoche im Strafraum im Ringkampf mit Paciencia einen Treffer verhinderte. Der VAR prüfte wieder, es gab aber nicht den durchaus möglichen Elfmeter.

Anzeige

Doch die Eintracht blieb dran. Eine Welle nach der anderen rollte aufs Union-Tor. Und dann kam, was diesmal kommen musste: Kostic flankte, Ndicka köpfte und der Ball war drin.

Von Peppi Schmitt