Eintracht kassiert Klatsche gegen Mönchengladbach

aus Eintracht Frankfurt

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Gladbachs Matthias Ginter (li.) und Frankfurts Luka Jovic kämpfen um den Ball.  Foto: dpa/ Marius Becker

Ausgerechnet beim neuen Klub von Trainer Adi Hütter hagelte es am Samstag eine verdiente 0:4-Niederlage für die Spieler von Eintracht Frankfurt.

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FRANKFURT. Es war der Tiefpunkt einer schlimmen Woche für die Frankfurter Eintracht: Ausgerechnet bei Borussia Mönchengladbach, dem neuen Klub von Trainer Adi Hütter, setzte es eine derbe und verdiente 0:4 (0:1)-Niederlage. Noch haben die Frankfurter Vorsprung im Kampf um die Champions-Plätze, aber mit einer solchen Leistung wird es schwer, den an den letzten sechs Spieltagen über die Ziellinie zu bringen. Ob es jetzt mit Hütters Entscheidung zu tun hatte oder nicht, in jedem Fall war es die schlechteste Leistung seit vielen Wochen. Kaum ein Frankfurter fand zur Normalform, beginnend bei Torhüter Kevin Trapp über Abwehrchef Stefan Ilsanker bis hin zu den Stürmern Luka Jovic und André Silva. Matthias Ginter, Jonas Hofmann, Rami Bensebaini und Hannes Wolf erzielten die Treffer für die hochüberlegenen Gladbacher.

Die Eintracht war wie so oft denkbar schlecht in die Partie gestartet. Nach drei Minuten hätte Lazaro nach einem Fehler von Ilsanker treffen können, verzog aber. Sieben Minuten darauf aber war es passiert. Nach einem Eckball von Jonas Hofmann konnte Mathias Ginter völlig freistehend einköpfen. Da hatte die Zuordnung überhaupt nicht gestimmt. Die Eintracht wackelte danach mächtig, konnte aber den zweiten Gegentreffer zunächst verhindern. Und kam dann auch besser ins Spiel. Luka Jovic verfehlte bei einem Kopfball aus zehn Metern nur ganz knapp (15.). Und Ilsanker traf nach einer Ecke von Daichi Kamada mit einem Kopfball nur die Latte (24.). Da hatte auch Gladbachs Torwart Tobias Sippel noch die Finger im Spiel. Das war Pech. Aber die Eintracht hatte auch Glück. Nach einem Handspiel im Strafraum von Ilsanker pfiff Schiedsrichter Aytekin keinen Elfmeter (37.). Auch nach dem Eingreifen des Video-Assistenten Günter Perl der ihn an den Bildschirm schickte, blieb der Referee bei seiner umstrittenen Entscheidung.

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Haarsträubende Fehlpässe

In der zweiten Halbzeit nahm das Unheil für die Eintracht immer deutlichere Formen an. Tuta, Ilsanker und Ndicka spielten teilweise haarsträubende Fehlpässe, die Borussia kam dem zweiten Treffer immer näher. Marcus Thuram vergab zweimal aus aussichtsreicher Position. Und dann half ausgerechnet der Frankfurter Torwart mit. Hofmann stand im Strafraum auf der rechten Seite völlig frei, sein Flachschuss aber hätte Trapp halten können und müssen, tat es aber nicht. Das 2:0 in der 60.Minute. Sieben Minuten darauf schon der K.o. für die Eintracht. Wie beim 1:0 kamen die Gladbacher nach einem Eckball frei zum Kopfball. und diesmal gleich zweimal. Elvedi traf nur die Latte, den Abpraller köpfte Bensabaini ein.

Die Frankfurter versuchten danach, wenigstens zu einem Treffer zu kommen. Hütter brachte nacheinander Makoto Hasebe, Amin Younes, Timothy Chandler und Aymen Barkok ins Spiel. Aber das nutzte an diesem Nachmittag gar nichts mehr. Ein Schuss von Younes, den Torwart Sippel großartig abwehrte, mehr kam nicht. Im Gegenteil. In der Nachspielzeit erhöhten die Gastgeber durch den eingewechselten Hannes Wolf noch auf 4:0

Von Peppi Schmitt