Eintracht-Kapitän Abraham auf Abschiedstournee

aus Eintracht Frankfurt

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Wird die Mannschaft voraussichtlich noch fünfmal aufs Feld führen: Eintracht-Kapitän David Abraham. Foto: dpa

Der Argentinier wird im Heimspiel am Samstag gegen Bayer Leverkusen in die Startelf zurückkehren. Ein wichtiger Mittelfeldspieler fällt hingegen aus.

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Frankfurt. Alle rechtzeitig zurück, alle getestet, alle gesund – die Frankfurter Eintracht hat nach dem Kurzurlaub die noch kürzere Vorbereitung auf den Neustart am 2. Januar gegen Bayer Leverkusen aufgenommen. Sogar Bas Dost war zum Trainingsstart am Mittwochvormittag in die Arena gekommen, allerdings nur um sich zu verabschieden und seinen Spind in der Kabine zu räumen. Den holländischen Stürmer haben die Frankfurter ja für gut vier Millionen Euro an den FC Brügge verkauft. „Ein herzliches Dankeschön geht an die Eintracht-Fans, die leider schon viel zu lange nicht mehr ins Stadion kommen konnten“, schrieb er auf Twitter, „ich habe immer viel Unterstützung und Vertrauen von euch gespürt - ihr seid fantastisch."

Tuta muss zurück auf die Bank

Der Nachfolger für Dost wird gesucht, ist aber noch nicht gefunden. Gegen Leverkusen kann Trainer Adi Hütter dennoch aus den Vollen schöpfen. Die Mannschaft stellt sich quasi von selbst auf, steht schon drei Tage vor dem Anpfiff fest, was bei den Rotationen und Veränderungen der letzten Wochen durchaus erstaunlich ist. Gegenüber dem vorweihnachtlichen 2:0-Sieg beim FC Augsburg wird es zwei Änderungen geben. David Abraham wird nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurückkehren, Tuta muss dafür wieder auf die Bank. Für den Kapitän der Eintracht beginnt nun der letzte Abschnitt seiner Abschiedstournee. Einschließlich des Leverkusens-Spiels wird er noch fünfmal die Mannschaft aufs Feld führen. Danach noch in Mainz, gegen Schalke und in Freiburg, dazu noch einmal im Pokal in Leverkusen.

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Wegen der fünften gelben Karte muss diesmal Sebastian Rode pausieren. Für ihn wird Stefan Ilsanker neben Djibril Sow im zentralen defensiven Mittelfeld spielen. Weitere Änderungen wird der Frankfurter Trainer kaum vornehmen. Dost hatte zuletzt ja auch nur auf der Bank gesessen. Es wird also mangels irgendeiner Alternative bei einer Sturmspitze, dem Portugiesen Torjäger André Silva, bleiben. Dahinter wird Hütter auf drei offensive Mittelfeldspieler setzen, sehr wahrscheinlich auf Aymen Barkok, Amin Younes und Filip Kostic. Einzige Änderungsmöglichkeit: Hütter vertraut doch wieder dem Japaner Daichi Kamada und behält Younes als „Joker“ auf der Bank.

Je besser der Gegner, desto besser die Leistung der Eintracht

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Eintracht als Neunter gegen den Tabellenzweiten als klarer Außenseiter ins Spiel geht. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Für die Frankfurter spricht: Zu Hause sind sie auch ohne Zuschauer in dieser Spielzeit bislang ungeschlagen geblieben. Je besser die Gegner waren, desto besser hat die Eintracht gespielt, 1:1 gegen Leipzig und Dortmund, 3:3 gegen Mönchengladbach. In der Außenseiterrolle fühlen sich die Frankfurter offensichtlich wohl. Zudem hat in den Duellen mit der „Werkself“ zuletzt viermal in Folge die Heimmannschaft gewonnen. Kräftigen Packungen in Leverkusen (1:6 und 0:4) kann die Eintracht zu Hause zwei Siege (3:0 und 2:1) entgegensetzen.

Von Peppi Schmitt