Eintracht: Hasebe auch mit 37 Jahren noch in Topform

aus Eintracht Frankfurt

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Mit 38 Jahren ist Makoto Hasebe der älteste Spieler der Bundesliga. Archivfoto: dpa

Rein altersmäßig könnte Makoto Hasebe der Vater einiger seiner Frankfurter Teamkameraden sein. Als Vorbild fungiert er allemal - bald auch als Kapitän?

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FRANKFURT. Den Kapitän wird Oliver Glasner erst in ein paar Wochen bestimmen. Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht will erst alle seine Spieler besser kennenlernen. Der logische Kandidat wäre Makoto Hasebe. Mit 37 Jahren ist der Japaner der älteste Spieler der Liga, er hat die meiste Erfahrung, er spielt noch immer auf hohem Niveau, sein Wort hat Gewicht in der Kabine. Und natürlich würde er es auch gerne machen. „Ich bin sehr gerne Kapitän“, sagt er, schränkt aber ganz im Sinne des Klubs ein, „aber vielleicht ist es an der Zeit, dass die nächste Generation übernimmt.“ Die nächste Generation wird in diesem Fall von Kevin Trapp (31), Martin Hinteregger (28) oder Sebastian Rode (30) vertreten.

Noch eine ganz andere Generation sind viele neue Mitspieler, die Hasebe in den letzten Tagen kennengelernt hat. Enrique Herrero García (16), Fabio Blanco (17), Ali Akman (19), Neuzugang Jesper Lindström (21) oder Fynn Otto (19) und Felix Irorere (19). „Das ist Wahnsinn – die 16-jährigen Jungs könnten meine Söhne sein“, lacht Hasebe und erzählt, wie beispielsweise Ali Akman zu ihm hochschaut. „Er wärmt sich immer hinter mir auf und sieht mir dabei zu, wie ich die Übungen ausführe“, sagt Hasebe, „auch in der Kabine schaut er, was ich mache.“ Ein besseres Vorbild als den Vorzeigeprofi Hasebe kann es ja auch nicht geben.

Hasebe ist so in die Saison gestartet wie er die letzte beendet hatte: In Topform. Vor einem Jahr wollte er eigentlich schon seine Karriere beenden, im Winter aber wurde der Vertrag wegen andauernden guten Leistungen noch einmal verlängert, „Pläne können sich immer ändern“, sagt Hasebe, „ich bin fit und solange ich mich gut fühle, kann ich auch Fußball spielen.“ Da ist es ihm inzwischen auch wieder egal, ob er als „Libero“ oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt wird. Er haben schließlich bewiesen, dass er auch im hohen Alter beide Positionen spielen könne. Hasebe: „Ich bin selbst überrascht, dass ich in der vergangenen Saison trotz meines Alters so gut auf der Sechs gespielt habe. Ich fühle mich körperlich top.“ Und Ziele hat er auch im Winter seiner Karriere noch immer, Privilegien beansprucht er nicht. „Ich möchte mich weiterentwickeln und mir meinen Platz in der Mannschaft verdienen“, stellt er klar. Im neuen Trainer sieht er einen Verbündeten. „Ich bin sehr beeindruckt von seiner Persönlichkeit, das ist für mich ein sehr wichtiger Faktor“, schwärmt er von Oliver Glasner, „er ist sehr offen und kommunikativ.“

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Von Peppi Schmitt